Posts tagged 'Schreiben'

Tagesfunde vom 03.02.2009. Romantraining, literarische Reiseführer, neue alte Wege für Literatur, Blindtexte, Leipziger Allerleileser, schöne Bücher, tote Beilagen und englische Sümpfe.

Während in den deutschen Autohäusern der Abwrackkampf tobt, kämpfe ich mich durch einen Gedankenwust, romanschreiberische Lethargie und meinen Feedreader. Zumindest die letzte Tätigkeit lässt etwas produktiven Ausstoß zu:

  • Trainingsplan für Romanschreibende.
  • Der “Baedeker der Literatur” als literarischer Reiseführer für das vereinte Deutschland. Eine Rezension.
  • Ein Sammelband zur digitalen Publizistik beschreibt “Formen und Wege einer neuen Literatur”. Eine Rezension. Buch mit CD-Rom.  Hm, und ich dachte, CD-Rom war gestern? Aber vielleicht ist Literatur an dieser Stelle etwas langsamer …
  • Ein Blindtext-Archiv. Verwendbar für vielerlei Gelegenheiten.
  • Deutschlandstart für Ebook-Reader im März. Sony bringt seinen Reader zur Leipziger Buchmesse auch in Deutschland heraus.
  • Die Österreicher küren das schönste Buch.
  • Vom Sterben der Literaturbeilagen.
  • Den Titel ‘Wetlands‘ finde ich nett. Das der Kram nun auch noch übersetzt werden musste, eher nicht.

Tagesfunde vom 26.01.09 – Nebel, Hörer, Hasser, Größer, Zeitmanager, Beobachter, Entdecker, Schreiber, Interviewer

Wenn ich den Radiosprecher von gefrierendem Nebel reden höre, dann bekomme ich immer Gänsehaut. Ganz abgesehen davon, dass ich mir früher immer vorgestellt habe, dass gefrorener Nebel sozusagen feste Luft (also eine Eiswand) sein müsste, habe ich mittlerweile genügend Lebenserfahrung, um zu wissen, dass gefrierender Nebel noch wesentlich unangenehmere Kriecheigenschaften hat als Standard-Nebel. Wetter hat die schlechte Eigenschaft, unausweichlich zu sein. Ich muss es hinnehmen und kann nichts daran ändern. Ähnlich dem Kantinen-Speiseplan in der Anstalt. Den kann ich höchstens ignorieren.

Nicht ignorieren solltet ihr die spannenden Literatur-Linkfunde aus den letzten Tage …

  • Ich vergesse diese Seite regelmäßig. Daher halte ich sie hier einmal fest. Auf vorleser.net gibt viel zu entdecken. Unter Anderem auch kostenlose Hörbücher zum download.
  • Dichter hassen besser.” titelt die FAZ. Das stimmt sicher. Im Allgemeinen hassen Kreative Menschen besser.
  • Wo ist eigentlich die Trennlinie zwischen trivialer und großer Literatur? fragt Jutta. Ganz einfach: Bei den Verkaufszahlen, würde ich spontan antworten …
  • Der vierte Teil der Zeitmanagement-Reihe.
  • Absonderlichkeiten lassen Figuren leben. Da kommen solche Studien und Beobachtungen wie gerufen.
  • Die FAZ über 1959. Das Jahr, in dem “die Bundesrepublik Deutschland ästhetisch „das Klassenziel der Weltkultur erreichte“.
  • Autoren entdecken und erleben 2.0
  • Frauen schreiben über Sex und sind erfolgreich damit. Verdammt erfolgreich. Oder erfolgreich verdammt?
  • Bei Colum McCann daheim. Ich finde solche Interviews ungeheuer inspirierend. Unerklärlicherweise.

Schreibaufgabe.

Ich lerne wieder mit den Kindern. Diesmal sind es Lernwörter für ein demnächst anstehendes Diktat. Frau Lehrerin hat die Wörter vorgegeben. Damit das Üben für die Kinder für mich nicht ganz so dröge ist, habe ich aus den Wörtern eine Geschichte gebastelt. Ich fand das für einen Sonntag-Mittag extrem kreativ und rufe hiermit zum Lernwörter-Geschichts-Bastel-Wettbewerb auf.

Folgende Wörter sollen zu einer Geschichte verbunden werden:

Feuer, Kräuter, heute, Leute, Eule, günstig, ehrlich, schuldig, glücklich, unheimlich, gefährlich, tatsächlich, ruhig, ziemlich, toll, riesig, spannend, sofort, plötzlich, Boot, Pfeife, tanzen, schließen, Muschel.

Die Reihenfolge ist egal. Natürlich dürfen die Wörter (falls lt. Duden zulässig) gebeugt, dekliniert und meinetwegen sogar gedingsbumst werden.

Geschichten gerne in euer blog und hier her verlinkt, oder aber direkt in die Kommentare. Ich küre mit der versammelten und unbestechlichen Drillingsjury dann die beste Geschichte.

Meine Bastel-Geschichte veröffentliche ich hier am Dienstag. Viel Vergnügen.

Opas Bilderkiste. Ein Quell voller Fragen und Inspiration.

junge_soldaten_im_kabuff

Ich habe eine Kiste voller alter Bilder geerbt. Neben vielen Familienbildern befanden sich auch einige Fotos aus Kriegszeiten darunter. Größtenteils ungelenke Schnappschüsse, unscharf und mit seltsamen Bildauschnitten. Aber gerade deswegen erzählen viele dieser Bilder ihre eigene Geschichte. Ich habe sie eingescannt und auf den dadurch entstandenen Vergrößerungen findet man plötzlich und unerwartet so viele spannende Details. Stunden habe ich damit zugebracht. Hauptsächlich mit anschauen. Das Bild über diesem Text ist nur ein Beispiel. Ich habe keine Ahnung, wer das auf dem Foto ist. Aber diese beiden jungen Soldaten haben es mir irgendwie angetan. Was ist aus ihnen geworden, wer waren sie? Was haben sie am Tag der Aufnahme noch vor sich gehabt? Allein aus diesem Foto könnte ich eine ganze Geschichte machen.

Ungeheuer inspirierend sind diese alten Fotos …

Ich habe einen großen Teil der eingescannten Bilder bei flickr hochgeladen. Falls jemand mal schauen möchte

Tagesfunde vom 09.01.09. Gefühle zeigen, Vorlesen in Zelten und warum es besser ist, immer noch einmal in den Umschlag zu schauen, bevor man ihn wegschickt.

So ein hübsches Datum haben wir heute. So schön symmetrisch. Viel schöner als der graue Himmel und der für Berlin angekündigte Eisregen.

  • Gefühle. Show don´t tell them! Gefühle zu zeigen ist ja für manch einen ohnehin schwierig. Dieses Zeigen dann auch noch mit Schriftsprache darzustellen hat sicherlich schon viele Autoren verzweifeln lassen.  Hinter dem obigen Link verbirgt sich der Versuch einer Hilfestellung.
  • Erlebnis-Tipp: Literatur in mongolischen Jurten. (via)
  • Drum prüfe wer eintütet! (Aus der Reihe: Dinge, die eigentlich gar nicht hätten sein müssen)

Dialoge.

Ich habe mit meinen Leseempfehlungen bzw. meinen Tagesfunden sehr nachgelassen. Nicht aus Faulheit, aber manchmal muss sogar ich arbeiten und es gilt Prioritäten zu setzen. Wie dem auch sei. Heute stolperte ich trotz Arbeit über den Text “Sprich dich aus, Alter”. Dort geht es um Dialoge. Wie häufig sollten sie eingesetzt werden, was macht sie aus und was sollte sie nicht ausmachen.

Meine Dialoge haben sich mit der Zeit entwickelt. Ich bin darüber auch recht froh. In meinen Erstlings (ZweitlingsDrittlingsViertlings…) Werken waren wenig Dialoge. Es waren holprige Texte ala und dann hat er und dann ging er und dann sah er und dann tat er jenes und solches. Mittlerweile habe ich vermutlich einen Hang zum Dialogisieren entwickelt. Ich verfalle nicht so schnell ins Erzählen, wenn ich Dialoge formuliere. Ich bin sozusagen gezwungen, die Dinge zu zeigen.

Der Text auf schriftsteller-werden.de zeigt spannende Anhaltspunkte für die Dialoggestaltung auf, wobei ich mit häufigen, auch längeren, Dialogen nicht solche Schwierigkeiten habe, wie sie dort geschildert werden.

Schreiben in der Gruppe. Ein Erfahrungsbericht.

Vor ein paar Tagen fiel mir auf, dass mein am weitesten fortgeschrittenes Schreibprojekt langsam aber sicher in das fünfte Jahr geht. Bei der Gelegenheit kam irritierende Weise auch zu Tage, dass mein am wenigsten fortgeschrittenes Schreibprojekt nun in das 15. Jahr geht. Da könnte man sich auch fragen, warum ich überhaupt mehrere fortgeschrittene Schreibprojekte habe und derzeit kein wirklich abgeschlossenes. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Vielmehr möchte ich meine Eindrücke zum Thema: “Schreiben in der Gruppe” schildern. Dazu habe ich mittlerweile die unterschiedlichsten Erfahrungsberichte gehört und möchte diesen noch einen hinzufügen.

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Weihnachtsgeschenktipp für Schreibende #11.

Das hat man nun davon, wenn man sich auf die “Später-Veröffentlichen”-Funtion von WordPress verlässt und sich dann aber beim Datum vertippt. Nunja – der Weihnachtsgeschenktipp des gestrigen Tages kommt dann eben erst heute …

Heute geht es um Rechtschreibung. Ein Gebiet auf dem ich häufig schusseliger Weise meine Schwächen habe. Beim Schreiben lege ich den Fokus auf den Inhalt, das “Fließen” des Schreibvorganges und mein persönliches Wohlbefinden. Rechtschreibfehler werden anschließend in den folgenden Revisionen beseitigt. Dabei hilft zunächst natürlich die in der Textverarbeitung integrierte Rechtschreibprüfung. Diese stößt doch schnell an ihre Grenzen. Insbesondere bei OpenOffice ist die mitgelieferte Prüfung meiner Meinung nach vollkommen unbrauchbar. Abhilfe schafft hier der Duden Korrektor. In der Plus Version kann dieser sogar meinen grammatikalischen Hautschwächen in der Groß/Kleinschreibung und dem Zusammen- und getrenntschreiben von Wörtern beikommen.

Die Version 5 (derzeit nur für Microsoft Office erhältlich) kostet rund 50€. Das Literaturcafé hat seinerzeit einen kleinen Testbericht veröffentlicht.

Als Weihnachtsgeschenk sicherlich weder sonderlich originell, noch besonders festlich – aber unheimlich brauchbar …

Charaktere erschaffen.

Ich stolperte regelrecht über eine spannende Seite mit einem einem Workshop zum Thema “Charaktere erschaffen“. Auch wenn ich persönlich meine Figuren lieber wachsen lasse, statt sie bis in das kleinste Detail vorher zu planen (um dann ggf. die ganze Geschichte überarbeiten zu müssen) , ist die Aufstellung doch ein guter Leitfaden, um sich einem Charakter zu nähern.

Des Autors Rüstzeug. Von Schreibprogrammen und Normseiten.

Im Literatur-Café gab es schon immer* Vorlagen für eine Normseite. Nun steht dort eine verbesserte Version für OpenOffice 3) bereit. Ergänzt wird die Neuerung durch eine Kurzzusammenfassung der neuen OpenOffice Funktionen und einem Statement pro OpenOffice

Es lohnt sich für Autorinnen und Autoren nicht mehr, Geld für Microsofts Office-Anwendungen auszugeben, denn die kostenlose Alternative »Writer« als Bestandteil von OpenOffice kann alles, was eine Textverarbeitung können muss.

Für mich lohnt sich der Umstieg auf OpenOffice nicht. Ich besitze eine Word-Lizenz und habe mir meine Schreibumgebung mit eigenen Einstellungen, Makros und Vorlagen so heimelig gemacht, dass ein Umstieg auf einen neue Software für mich mit viel Aufwand verbunden wäre.

* gefühlt.