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Autorenmarketing und Schweinegrippe.

Welch markante Überschrift habe ich mir denn da ausgedacht? Nun: Die Schweinegrippe hielt mich in den letzten Tagen in ihren fiebrigen Hauern umschlungen und hat unsägliche Dinge mit mir angestellt. Aber lassen wir das und kommen zum eigentlichen Inhalt. Ich wollte doch nur der Welt erklären, wie schlecht es mir ging.

Autorenmarketing finde ich grundsätzlich immer gut. Je individueller, desto besser. Eigentlich. Denn ab und an geht da auch mal etwas daneben. So sieht nun mal nicht jeder in Unterwäsche gut aus. Mein neues Beispiel aus dieser Reihe der Dinge, die Autoren besser lassen sollten, ist Rolf Bauerdick.

Bauerdick hat einen Roman geschrieben. Bestimmt keinen Schlechten. Immerhin reizt mich die sonstige Verlagswerbung zu diesem Buch, beim nächsten Besuch bei meinem Buchhändler mal einen Blick in Bauerdicks “Wie die Madonna auf den Mond kam” zu werfen. Und allerorten wird lobend von seinem Debut gesprochen und geschrieben. Zudem sind die Übersetzungsrechte an acht Sprachen noch vor der Ersterscheinung verkauft worden. Es scheint also etwas dran zu sein, an der Madonna auf dem Mond.

Nun hat der Autor allerdings nicht nur ein Buch geschrieben, sondern er hat überdies auch noch eine Zusammenfassung des Inhaltes gegeben. Löblich, löblich mag man denken. Allerdings ist diese Zusammenfassung in Form eines kleinen Videos veröffentlicht worden, in welchem der Autor an einem Tisch vor seiner Bücherwand (wie originell) lümmelt und in authentisch-ungeschnittener Weise seinen Romanstoff in die Kamera spricht. Wobei “spricht” an dieser Stelle vermuten lässt, dass es sich um vernünftige, zusammenhängende oder gar aufbauende Sätze handelt. Dem ist jedoch nicht so. Ok – Sagen wir: Nicht so richtig. Irgendwie will der Funke der Begeisterung nicht so recht überspringen. Vielleicht hätte man dem Autor doch einen Moderator an die Seite setzen sollen – oder die Aufnahme üben – oder vielleicht noch einen zweiten Versuch machen sollen …

Aber seht selbst.  Sein Verlag hat das Video veröffentlicht.

Tagesfunde vom 15.01.09 Selbstvermarktung, TV Tipps, Autoren online, was bring uns 2009, Stephenie Meyer als Nachfolgerin von J.K. Rowling

Glatt. Eisesglätte und ein Verkehrsfunk der das Ende aller Buslinien in meinem Heimatbezirk verkündetet. Wenn ein Tag so beginnt, kann eigentlich nichts mehr daraus werden. Und so kam es auch. Daher heute nur die Literatur-Links ohne alles:

  • Selbstvermarktung für AutorInnen.
  • Heute abend, 22:40 Uhr in ARTE: Romane made in New York. (via)
  • Web 2.0 für Leser und Autoren – Teil 8
  • TV Tipp: LITERATUR IM FOYER mit Thea Dorn (Freitag, 16. Januar um Mitternacht im SWR Fernsehen Wiederholung am Sonntag, 8. Februar um 10.15 Uhr in 3sat)  (die jeweils gesendete Folge gibt es auch noch fünf Tage nach der Ausstrahlung als Video zu sehen).
  • mal abgesehen von der gnadenlos dämliche Überschrift, ein durchaus interessanter Artikel im SpOn. Was bringt uns der Buchmarkt 2009.
  • The next JK Rowling? Stephenie Meyer..

Autorinnen-Selbst-Marketing.

Die Tagesfunde sind “gerade raus”, da entdecke ich bei twitter den neuen blog-Eintrag von writingwoman Petra Bauer: An Weihnachten denken – signierten Krimi verschenken!. Wow! Denke ich und referenziere in Gedanken all die Kapitel in Autorenratgebern und die Beiträge im Tempest, die sich um die Selbstvermarktung von Autoren drehten. Ihre Idee, liebe Frau Bauer, ist warlich nicht schlecht. Und ohne mich hier anbiedern zu wollen oder in den Verdacht zu geraten, mich für zu viele Details Ihrer Einkommenssituation zu interessien, würde ich mich brennend für ein nachweihnachtliches Fazit zu Ihrer Aktion interessieren.

So von einem Waldende zum anderen. Quasi.

Der Handyroman als Genre.

Die Zeit veröffentlicht ein Interview mit Oliver Bendel. Er hat einen Handyroman geschrieben und möchte dies nun öfter machen.

Abgesehen von dem – in meinen Augen sehr oberflächlichen Interview – finde ich den Ansatz des Veröffentlichungskanals Handy interessant. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass ich mich sehr freuen würde, wenn mein Lieblingsautor mich zwischen seinen Büchern mit kurzen Geschichten auf dem Handy beglückt. Als ausschließlichen Vertriebskanal kann ich mir ein Handy wiederum gar nicht vorstellen.

Schreiben im Netz.

Ist das online Schreiben – oder vielmehr das online Veröffentlichen wirklich anders, als das gute, alte, geduldige Papier?

Herr Valin von Spreeblick beschäftigt sich u.a. genau damit. Ich nehme mir derweil einen Kaffee und denke weiter darüber nach.