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Endlich eine neue Veröffentlichung.

Es ist schon lange her, dass man einen Text von mir in Buchform erwerben konnte. Genau genommen, ist es sogar unerträglich lange her.

Umso mehr freue ich mich, verbreiten zu dürfen, dass es mal wieder soweit ist ;)

Twitter-Lyrik. Das Buch.

Nun gut. Als Veröffentlichung kann man das wahrscheinlich nicht wirklich durchgehen lassen. Aber ich bin mir sehr sicher, dass ich in 2010 eine etwas andere Ankündigung in dieser Richtung machen kann ;)

Neues aus Schweden, Agenten und was in 15 Minuten so geschehen kann.

Ja. Ich lebe noch. Und außer Autos habe ich noch andere Sachen im Kopf. Davon allerdings so viele, dass manche Dinge im Moment einfach zurückstehen müssen.

Was mich aber nicht davon abhalten soll, heute mal wieder hier vorbei zu schauen und ein paar Links liegen zu lassen.

Herr Mankell schickt seinen Wallander auf die letzte Reise. Er hat laut dieser Meldung einen weiteren Wallander-Krimi vollendet, der in Schweden am 18.08.2009 erscheint und der letzte Wallander-Roman sein wird.  Ich hätte allerdings auch ohne ein weiteres Wallander Buch leben können. Ich hoffe Henning Mankell versaut die Reihe durch seine “Draufgabe” nicht …

Der Frage, wann sich ein Literaturagent lohnt, geht dieser Artikel nach.

Und wer schon immer aufschreiben wollte, was in 15 Minuten passieren kann, dem bieter der Kulturspiegel die passende Plattform. Gesucht wird eine Kurzgeschichte einer jungen Autorin/ eines jungen Autors zum Thema “15 Minuten”. Als jung zählt man hier übrigens bis 35 Jahre.

Und: Apple schraubt anscheinend wirklich an einem Ebook-Reader. Sach ich doch

Ebook-Lesegeräte in einer neuen Generation.

In einem Spiegel-Artikel wird der Amazon-Kindle 2 vorgestellt.
Das geht ja alles schon in die Richtung meiner Vorhersage vom letzten Oktober …

Apple wird ein zentraler ‘Player’ auf dem e-Buchmarkt …

… sagt der Buchmarktforscher Michael Clemen heute im Buchreport. Ich sagte das bereits im letzten Jahr. (via)

Tagesfunde vom 13.01.09 verschwundene Bücher, eindrucksvolle Sätze, endende Krise und Sexualkunde.

Diese Sache mit dem Vater sein hat auch seine lustigen Seiten. Sie besteht – Gott sei Dank – nicht nur aus Mathe üben, sondern auch aus dem Erleben der Ergebnisse des Sexualkundeunterrichts: Mein Sohn hat mich heute aufgeklärt. Er hatte Mühe ernst zu bleiben, was für einen achtjährigen Jungen durchaus nachvollziehbar ist. Aber er wollte es sich nicht nehmen lassen, mir genau zu erklären, wie das mit den Männern und den Frauen nun so ist. Mein kleiner Sohn stand vor mir, gackerte und kicherte und riss sich wieder zusammen. Endlich gelangen ihm zusammenhängende Sätze. “Also, der Mann und die Frau, die müssen so aufeinander sein.” Er zeigte mit seinen Fingern ein Kreuz.  Und was musste ich machen? Ich musste eine Rückfrage stellen. Ganz spontan platz die Frage aus mir heraus. “Wie? So aufeinander? Wie denn?” Plötzlich wurde der Sohn ganz ernst. “Na, so über Kreuz. Egal wie. Hauptsache aufeinander. Wie sie wollen.” Ich gestehe, dass das spontane Ende des Gespräches meine Schuld war. Denn jetzt musste ich prusten … abgeheftet unter: Stellungsratgeber eines Achtjährigen.

Mein Feedreader schweigt sich heute mit interessanten Veröffentlichungen weitgehend aus. Daher sind die Tagesfunde heute nicht sehr zahlreich …

Post-Wochenend-Funde vom 12.01.09 – Wir schreiben deutsch, vergleichen E-Book Reader, freuen uns auf den Bücherfrühling, reden über Palahniuk und rezensieren Bücher. Aber alles erst nach dem Matheüben.

Ein Wochenende vor einer Mathearbeit ist schrecklich. Sicherlich auch für die Kinder, aber in aller erster Linie für die Eltern. Zu mindest, wenn die Kinder so tun, als ob sie noch einen Klassenraum während einer Mathematikstunde von Innen gesehen hätten. Andererseits hat die ganze Aufregung auch etwas für sich. Beim Sport muss ich 10 Minuten auf dem Cardiogerät verbringen, bis mein Puls in Richtung fettverbrennender Höhe tendiert. Beim Matheüben mit drei Kindern geht dies quasi unmittelbar. Spätestens als mein Sohn fragte: “Was ist das für ein Zeichen?” und dabei auf das Pluszeichen deutete, habe ich alle Weihachtsplätzchen und Dominosteinie von den Hüften verbannt. Zur Information: Es ist die dritte Klasse, die er besucht. Aber was soll man machen. Direkt hinter dem Haus lauert der große Rodelberg, es liegt zum ersten Mal seit Jahren wieder richtig Schnee, die Sonne kitzelt durch die Fensterscheibe an der Nase und alle Mathesinne sind von dannen.

Neben dem alle Kreativität lähmenden Matheüben gibt es es natürlich noch die Literatur Welt … Heute gefunden:

Und: Ich habe noch keine Folge des Dschungel-Camps gesehen. Ehrlich.

Tagesfunde vom 07.01.09: Frauenkrimis, Frustjobs, Psychohygiene, eBooks, Chuck Palahniuk, Geschichten schreiben

Oh. Es hat ein neues Jahr angefangen. Und ich habe den Dezember zwischen Ärzten, Kaufhäusern und Familienmitgliedern verstreichen lassen. Dafür kann der Januar schon zwei kaputte Autos und einen toten Hund aufweisen. Sagte ich nicht irgendwann, dass 2009 nur besser werden kann?

Dafür gibt es in der literarischen online-Welt wieder einige spannende Entdeckungen:

Das digitale Verleihen.

Die Zeit online führte ein Interview mit Claudia Weismann. (Verkaufsdirektorin bei overdrive). Das Gespräch kreiste um das Thema eBooks und ein mögliches Ende von gedruckten Büchern. Weismann sagt: „Den größten Vorteil haben die Bibliotheken: Ein E-Book ist immer verfügbar. Die Bibliotheksnutzer können Wissen jederzeit abrufen. Sie müssen sich nicht ärgern, wenn ein Buch aus dem Bestand verliehen ist.“

Genau das, stellt für mich ein großes Problem dar. Die meisten meiner Bücher habe ich gekauft, weil ich mich nicht mit den Unzulänglichkeiten einer Bibliothek herumärgern wollte. Bücher leihen scheitert bei mir häufig an zwei Hemmnissen: Das Buch ist gerade verliehen oder ich habe gerade keine Zeit extra in die Bibliothek zu fahren. Außerdem kann ich nicht warten. Wenn ich ein Buch haben möchte, dann möchte ich es sofort. Vorbestellen wäre für mich eine Qual. Überdies liebe ich es, ein Buch als Erster zu öffnen. Da sollen nicht schon zig Andere drin herumgefingert, raufgeniest, reingekrümelt oder sonst was mit angestellt haben. Ich bin mir sicher, dass es für meine Eigenarten einen medizinischen Fachbegriff gibt, aber ich stehe dazu.

EBooks würden für mich diese beiden Bibliotheks-Nutzungs-Hemmnisse aus dem Weg räumen. Und sie würden mich davon abhalten, Bücher zu kaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das im Sinne der Verlage ist. In meinem Sinne (als angehender Bestseller-Autor) ist es schon gar nicht..

EBooks mit einem passenden Lesegerät wären eine wunderbare Sache. Darin liegt aber gleichzeitig das Dilemma. Wenn ich eBooks kaufen kann, muss ich sie auch ausleihen können. Sonst macht das System Bibliothek keinen Sinn mehr. Wenn ich sie aber jederzeit leihen kann, ohne bei der Verfügbarkeit oder dem Zustand Einschränkungen hinnehmen zu müssen und ohne, dass es mich Geld kostet, warum sollte ich sie dann noch kaufen? Und wenn ich sie nicht mehr kaufe, warum sollte sie dann noch jemand produzieren?

Eine Möglichkeit wäre sicherlich, die Verleihpraxis von EBooks gegenüber Büchern zu ändern. Natürlich könnte man die Anzahl gleichzeitigen Ausleihen eines EBooks künstlich beschränken. Oder man könnte eine Premium-Ausleihe erfinden, mit der die Mehrfachausleihe möglich wird und das Ganze entsprechend bepreisen. Aber ist das auch im Sinne der Bibliotheken sinnvoll? Ich denke, dass muss man ganz eindeutig mit nein beantworten. Oder wird es am Ende so sein, dass man EBooks überhaupt nicht ausleihen kann, sondern nur vor Ort einsehen? Das klingt zunächst sehr absurd, wären doch EBooks prädestiniert dafür, von jedem Ort der Welt zu jeder Zeit eingesehen zu werden. Aber es könnte so kommen.

Es mag sein, dass der Endverbraucher (= Leser) Vorteile durch EBooks hat. Es ist aber auf jeden Fall so, dass die literarische Welt in all ihren Zusammenhängen dadurch noch komplizierter wird. Ich bin mir allerdings sicher, dass dafür Lösungen gefunden werden. Ob diese Lösungen dann allerdings noch immer die Vorteile für den Verbraucher im Blick haben, wage ich zu bezweifeln.

Eine Frage, die mir in diesem Zusammenhang nicht aus dem Kopf will: Wäre ein Siegeszug von EBooks eigentlich das gleichzeitige Ende von Druckkostenzuschussverlagen? Natürlich nicht in dem Sinne, dass sie dann Produktionskostenzuschussverlage genannt werden müssten. Aber ein EBook ist eben für jeden schnell, einfach und kostengünstig herzustellen.

Kurgefundenes: Kubanische Bücher mit mehr Sex als Liebe, Cornelia Funke zum Filmstart von Tintenherz, Murp!, Die Zukunft des Buches.

Es ist kalt, es ist feucht, es ist alles doof. Was ist das? Richtig: Freitag!

Was mir heute trotzdem wichtig ist:

Gefunden: Clement, Bio-Obst, Kinderfrühling, babylonische Briefe, Palinsche Ghostwriter, Bushido und eBooks zum download.

    Mit zitternden Fingern nehme ich zur Kenntnis, dass Clement aus der SPD ausgetreten ist. Ich schließe das Fenster und mir wird wieder warm. Wurde aber auch Zeit.

    Ein kalter Lufthauch hat mir den Hals verkratzt. Schon wieder. Sind zehn Wochen Dauererkältung irgendwie beunruhigend? Vielleicht sollte ich meine Ernährung von dem vermeintlich-gesunden Bio-Obst wieder auf Discounter-Ware umstellen. Es könnte sein, dass mein Körper ohne die ganze Schadstoffe doch nicht so gut zurecht kommt. Nun aber zu den Pagetons:

    • Über den Frühling und so. “Kind” schreibt über Sex und es verkauft sich auch noch. Befremdlich.
    • Lokaltermin: Carlos Ruiz Zafón liest am 26.11.2008 im Berliner Babylon Kino aus seinem neuen Buch “Das Spiel der Engel.” Abgesehen davon, dass ich das Babylon als Veranstaltungsort sehr schätze, hat mir der S.Fischer Verlag geschrieben, dass ich bei einem Gewinnspiel zwei Eintrittskarten für diese Veranstaltung gewonnen hätte. Schön hätte ich gefunden, wenn man mir auch geschrieben hätte, wann und wo die Veranstaltung stattfindet und wie ich zu den Karten komme. Wenn nichts dazwischenkommt und ich herausbekomme, wie ich an die beiden Eintrittskarten komme, werde ich dort hingehen.
    • Sarah Palin soll ein Buch geschrieben bekommen schreiben. Ghostwriter würden ihr bereits die Tür einrennen. Ich meine ja, es gibt für alles eine Zielgruppe. Das Bohlen-Buch hat ja auch keiner gekauft.
    • Zur Rechtschreibung von Eigennamen.
    • Die Biografie von Bushido soll verfilmt werden. Naja. B. braucht wahrscheinlich das Geld, um den bevorstehenden Rechtsstreit um geklaute inspirierte Musik zu bezahlen.
    • Drömer-Knaur lässt die (Buch-) Hüllen fallen und bietet 100 “Spitzentitel” als PDF eBook zum (kostenpflichtigen) download an. Jetzt fehlt nur noch der iReader zum “Glück” (Man beachte bitte unbedingt, den so sehr schönen doppeldeutigen letzten Satz. Der ist genauso doppeldeutig gemeint, wie er geschrieben wurde und weil ich auf die unterschwellige Doppeldeutigkeit so stolz bin, habe ich hier noch einmal ausdrücklich erwähnt, dass der Satz doppeldeutig ist.).