Freitag? Schon wieder? War nicht gerade noch … ach egal. Immerhin folgt nach dem Wochen-Endtag ein Wochenendtag. Das lässt hoffen. Ich habe da ein paar unerledigte Sachen, die für einen weiteren Aufschub schon einer gewieften Begründung bedürften.
Derzeit versuche ich herauszufinden, welchem Autohersteller ich die 2500 Merkel Euro Abwrackprämie weiterreichen darf*. Nachdem mich mein fast 18 Jahre alter Golf nun mehrfach aus- und eingesperrt hat und überhaupt allerlei Wehwehchen und einen exorbitant hohen Spritverbrauch (>13l) hat, könnte diese Prämie eine willkommene Gelegenheit sein. Und wenn meine Kinder schon unserer Schuldenberg abtragen müssen, dann sollen sie wenigstens etwas davon haben (immerhin bringe ich sie mit dem Wagen zur Schule).
Im Literatur-Umfeld heute gefunden:
- Lesereise: Michael Gantenberg erzählt in seinem Roman “Neu- Erscheinung” die unverschämt lustige Geschichte um einen unglaublichen Fortsetzungsroman, der eine glückliche Ehe und eine gläubige Kleinstadt durcheinanderwirbelt. Der Autor ist mit Bastian Pastewka auf Lesereise. Buchpremiere ist am 1. Februar 2009 in Soest, dann folgen Hamburg (3.2.), Berlin (5.2.), Wuppertal (8.2.), Bonn (9.2.), Köln (10.2.) und Düsseldorf (11.2.).
- Schweden plant Bibliotheken ohne Bibliothekare und wenn dann eines Tages noch die eBooks dazugekommen, stirbt ein ganzer Berufszweig.
- Publikumserlage im Web 2.0
- Es ist anscheinend gerade Daniel Kehlmann Woche. Überall nur noch Kehlmann. Müsste ich den mal lesen?
* es ist schon seltsam, wie unterschiedlich sich Autoverkäufer benehmen. Vielleicht sollte ich einen Ratgeber schreiben. Arbeitstitel: Autokauf für Drillingsväter (und andere Geschlagene) leicht gemacht.
Nachdem gestern die derzeitigen Politikgrößen den kommenden Reichtum meiner Groß-Familie verkündeten habe ich mir erstmal eine schöne Tasse Kaffee im Café gegönnt. Gut – bestellt hatte ich einen Cappuccino und bezahlt habe ich ein Kännchen und das Café war in Wirklichkeit das “Restaurant” im Schwimmbad, in dem ich auf die Ankunft der geduschten gechlorten Kinder wartete. Aber trotzdem. “Aber trotzdem” ist ein netter Satz. Ihm fehlt so viel und dennoch sagt er soviel aus. Der gegönnte Kaffee wärmte von Innen. Und wenn mir die FDP nun keinen Strich durch das Konjunktur-Paket macht, dann kaufe ich mir nächste Woche vielleicht sogar eine eigene Laugenbrezel. Sehr zur Freude meiner Kinder …
Meine gefundenen Literaturlinks für heute:
Diese Sache mit dem Vater sein hat auch seine lustigen Seiten. Sie besteht – Gott sei Dank – nicht nur aus Mathe üben, sondern auch aus dem Erleben der Ergebnisse des Sexualkundeunterrichts: Mein Sohn hat mich heute aufgeklärt. Er hatte Mühe ernst zu bleiben, was für einen achtjährigen Jungen durchaus nachvollziehbar ist. Aber er wollte es sich nicht nehmen lassen, mir genau zu erklären, wie das mit den Männern und den Frauen nun so ist. Mein kleiner Sohn stand vor mir, gackerte und kicherte und riss sich wieder zusammen. Endlich gelangen ihm zusammenhängende Sätze. “Also, der Mann und die Frau, die müssen so aufeinander sein.” Er zeigte mit seinen Fingern ein Kreuz. Und was musste ich machen? Ich musste eine Rückfrage stellen. Ganz spontan platz die Frage aus mir heraus. “Wie? So aufeinander? Wie denn?” Plötzlich wurde der Sohn ganz ernst. “Na, so über Kreuz. Egal wie. Hauptsache aufeinander. Wie sie wollen.” Ich gestehe, dass das spontane Ende des Gespräches meine Schuld war. Denn jetzt musste ich prusten … abgeheftet unter: Stellungsratgeber eines Achtjährigen.
Mein Feedreader schweigt sich heute mit interessanten Veröffentlichungen weitgehend aus. Daher sind die Tagesfunde heute nicht sehr zahlreich …
So ein hübsches Datum haben wir heute. So schön symmetrisch. Viel schöner als der graue Himmel und der für Berlin angekündigte Eisregen.
- Gefühle. Show don´t tell them! Gefühle zu zeigen ist ja für manch einen ohnehin schwierig. Dieses Zeigen dann auch noch mit Schriftsprache darzustellen hat sicherlich schon viele Autoren verzweifeln lassen. Hinter dem obigen Link verbirgt sich der Versuch einer Hilfestellung.
- Erlebnis-Tipp: Literatur in mongolischen Jurten. (via)
- Drum prüfe wer eintütet! (Aus der Reihe: Dinge, die eigentlich gar nicht hätten sein müssen)
Aus der Reihe Literarische Merkwürdigkeiten: Gestern auf Heimweg aus der Anstalt saß mir in der U-Bahn ein Berliner-Zeitung lesender Mitreisender gegenüber. Ich entdeckte in der Zeitung die Überschrift “Autoren gesucht!” und fragte mich, was dies denn wohl zu bedeuten habe. Gut – im Nachhinein betrachtet war diese Frage albern. Denn diese beiden Wörter bedeuten zwangsläufig immer Zuschußverlag. Naiv schaute ich dennoch am Abend in die Internetausgabe der Berliner-Zeitung und fand dort den entsprechenden Artikel. Außerdem fand ich gleich auch noch einen Werbebanner für den im Artikel besprochenen Verlag. So richtig vertrauensvollen Journalismus stelle ich mir anders vor, liebe Berliner-Zeitung. Nebenbei fand ich auch, dass der Verleger dieses Verlages ein im online Bereich recht umtriebiger Geselle ist, den ich bislang gar nicht mit Zuschußverlagen in Verbindung brachte und ich ärgerte mich über meine gleich doppelte Naivität.
Was heute sonst noch war und wird:
Oh. Es hat ein neues Jahr angefangen. Und ich habe den Dezember zwischen Ärzten, Kaufhäusern und Familienmitgliedern verstreichen lassen. Dafür kann der Januar schon zwei kaputte Autos und einen toten Hund aufweisen. Sagte ich nicht irgendwann, dass 2009 nur besser werden kann?
Dafür gibt es in der literarischen online-Welt wieder einige spannende Entdeckungen:
Es ist kalt, es ist feucht, es ist alles doof. Was ist das? Richtig: Freitag!
Was mir heute trotzdem wichtig ist:
Die Tagesfunde sind “gerade raus”, da entdecke ich bei twitter den neuen blog-Eintrag von writingwoman Petra Bauer: An Weihnachten denken – signierten Krimi verschenken!. Wow! Denke ich und referenziere in Gedanken all die Kapitel in Autorenratgebern und die Beiträge im Tempest, die sich um die Selbstvermarktung von Autoren drehten. Ihre Idee, liebe Frau Bauer, ist warlich nicht schlecht. Und ohne mich hier anbiedern zu wollen oder in den Verdacht zu geraten, mich für zu viele Details Ihrer Einkommenssituation zu interessien, würde ich mich brennend für ein nachweihnachtliches Fazit zu Ihrer Aktion interessieren.
So von einem Waldende zum anderen. Quasi.
Mit zitternden Fingern nehme ich zur Kenntnis, dass Clement aus der SPD ausgetreten ist. Ich schließe das Fenster und mir wird wieder warm. Wurde aber auch Zeit.
Ein kalter Lufthauch hat mir den Hals verkratzt. Schon wieder. Sind zehn Wochen Dauererkältung irgendwie beunruhigend? Vielleicht sollte ich meine Ernährung von dem vermeintlich-gesunden Bio-Obst wieder auf Discounter-Ware umstellen. Es könnte sein, dass mein Körper ohne die ganze Schadstoffe doch nicht so gut zurecht kommt. Nun aber zu den Pagetons:
- Über den Frühling und so. “Kind” schreibt über Sex und es verkauft sich auch noch. Befremdlich.
- Lokaltermin: Carlos Ruiz Zafón liest am 26.11.2008 im Berliner Babylon Kino aus seinem neuen Buch “Das Spiel der Engel.” Abgesehen davon, dass ich das Babylon als Veranstaltungsort sehr schätze, hat mir der S.Fischer Verlag geschrieben, dass ich bei einem Gewinnspiel zwei Eintrittskarten für diese Veranstaltung gewonnen hätte. Schön hätte ich gefunden, wenn man mir auch geschrieben hätte, wann und wo die Veranstaltung stattfindet und wie ich zu den Karten komme. Wenn nichts dazwischenkommt und ich herausbekomme, wie ich an die beiden Eintrittskarten komme, werde ich dort hingehen.
- Sarah Palin soll ein Buch geschrieben bekommen schreiben. Ghostwriter würden ihr bereits die Tür einrennen. Ich meine ja, es gibt für alles eine Zielgruppe. Das Bohlen-Buch hat ja auch keiner gekauft.
- Zur Rechtschreibung von Eigennamen.
- Die Biografie von Bushido soll verfilmt werden. Naja. B. braucht wahrscheinlich das Geld, um den bevorstehenden Rechtsstreit um geklaute inspirierte Musik zu bezahlen.
- Drömer-Knaur lässt die (Buch-) Hüllen fallen und bietet 100 “Spitzentitel” als PDF eBook zum (kostenpflichtigen) download an. Jetzt fehlt nur noch der iReader zum “Glück” (Man beachte bitte unbedingt, den so sehr schönen doppeldeutigen letzten Satz. Der ist genauso doppeldeutig gemeint, wie er geschrieben wurde und weil ich auf die unterschwellige Doppeldeutigkeit so stolz bin, habe ich hier noch einmal ausdrücklich erwähnt, dass der Satz doppeldeutig ist.).
Gut. Der progostizierte Wintereinbruch blieb für Berlin bislang aus. Das könnte bedeuten, dass mein Heimweg heute sehr viel entspannter wird, als bisher gedacht. Schlecht. Weil die Kinder sich SOOO auf den Schnee gefreut haben. Und ich habe an dieser Stelle ganz bewusst auf das nennen des Schneekönigs verzichtet. Und außerdem habe ich (wenn ich nichts übersehen habe) es tatsächlichg geschafft, die selbst einberufene ‘also-freie-Woche’ einzuhalten. Also ich muss sagen, dass mich das freut.
Was ich in den Pagetons gefunden haben, findet sich hier: