Gut. Es ist bereits ein paar Tage her. Was aber angesichts des Erscheinungsdatums meines letzen Beitrages hier nicht wirklich von Relevanz ist. Trotzdem finde ich die Geschichte von Rico Beutlich höchst interessant.
Beutlich schreibt Texte wie:
Kevin-Lukas wachte auf. Und er kuckte aus dem Fenster und was er da sah war auch nicht gut, alles voll Regen. Große Tropfen, kleine Tropfen und dazu sehr viele mittelgroße Tropfen sind auch da.
Und er schickt sie an Serviceverlage. So weit. So alltäglich vermutlich. Das diese Verlage Beutlichs Werk allerdings ausufernd loben und ihm allerlei tolle Verlagsleistungen anbieten, wirkt auf den ersten Blick etwas befremdlich.
Ich verkneife mir hier einen Link auf die Schilderung meines ersten Buchmessenerlebnisses (klar!) und bin der Meinung, dass die Geschehnisse für sich sprechen (Kinospot! Briefmarke!)
Das Ganze ist übrigens eine Aktion der 42er Autoren. Und ich wage zu behaupten, dass keinen besseren Beweis der wirklichen Arbeitsmethoden dieser Serviceverlage gibt.
Danke dafür (Und hier findet man noch ein paar Details zu diesem Thema und die Links zu Beutlichs Manuskript, dem Exposé und Anschreiben).
Auch wenn ich im Moment so fürchterlich viel Anderes um die Ohren habe, möchte ich es doch nicht versäumen, diesen schönen Text über die Suche nach dem Verlag zu verlinken. Er erinnerte mich ein wenig an Hannibal den Lektor. Aber nur ein ganz klein wenig.
Es gibt bestimmt schon einen Roman vom Kampf Autor gegen Lektor, oder?
Eine neue Tchibo Welt: Book on Demand vom Kaffee-Röster. Gut, der Laden verkauft nur einen Gutschein für eine BoD Veröffentlichung. Aber dennoch finde ich die Zusammenstellung von Kaffee und Buch zumindestens interessant. Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass ich von den ganzen BoD-Diensten nicht viel halte und finde es sehr “geschäftstüchtig”, dass die Herren und Damen von BoD sich diesen Weg erschlossen haben. Hoffentlich fallen Ihnen nicht zuviele verzweifelte Autoren in die Hände.
Tchibo – Jede Woche eine neue Welt. (via)
Update: Der liebe Herr Bosch weist gerade im Kommentar darauf hin, dass das Literaturcafé schon entsprechende Aufklärungsarbeit geleistet hat:
Übrigens sind sich die beiden Kooperationspartner aus der Buch- und Kaffeewelt näher als vermutet: sowohl der Buchgroßhändler Libri, zu dem BoD gehört, als auch der Kaffeeanbieter Tchibo gehören ganz oder in Teilen der Herz-Familie. Zur Gruppe gehören beispielsweise auch Klebstoffhersteller Tesa und das Modelabel Escada.

Meine gesammelten Schreibratgeber
Ein wenig erschrocken war ich dann doch, als ich gerade meine gesammelten Schreibratgeber aus dem Regal holte, um sie für ein Foto zu arrangieren. Habe ich wirklich so viele Ratgeber durchgeackert? Wenn mich auf der Straße jemand gefragt hätte, hätte ich spontan geschätzt, dass es so fünf-sechs gewesen sein müssen. Aber augenscheinlich hat sich da über die Jahre doch einiges zusammen gesammel (und einen Ratgeber habe ich gleich nach dem Lesen wieder verkauft – so schlecht fand ich ihn. Und das bei mir, der sich sonst so gar nicht von Büchern trennt).
Grund genug, um in den nächsten Tagen und Wochen einmal ein paar Worte über diese Ratgeber zu verlieren. Von diesen ganzen Büchern würde ich ungefähr vier weiter empfehlen. Welche das sind, werde ich demnächst in der losen Serie “Über Bücher über das Schreiben” (ÜBÜDS) berichten.
Die Literaturagentin Astrid Poppenhusen ist im Tagesspiegel-Interview davon überzeugt, dass sich gute Literatur durchsetzt. Und wer den Tagesspiegel nicht mag, der liest eben auf zoomer.de.