Ein neues Highlight in meiner Autoverkäufer-Typsammlung stellt der junge Herr Verkäufer in einem Ford-Autohaus dar. Natürlich muss man ihm zu Gute halten, dass mein Besuch am Freitag um 18:30 Uhr sicherlich reichlich spät war und der Herr Verkäufer seine dynamische Zeit zu einem anderen Tageszeitpunkt haben wird. Aber was ich bei diesem Ford-Händler erlebt habe, hat mir eigentlich die Lust auf einen Ford-Kauf gründlich vertrieben.
Der Laden selbst wirkt unglaublich kramig. Es ist vollgestopft mit Autos. Die Wagen stehen unordentlich und dicht gedrängt im Verkaufsraum. Das allein war schon kein guter Einstieg. Darüber hinaus hatte ich das ernsthafte Gefühl zu stören. Oder zumindestens uninterssant zu sein. Es war jedenfalls das erste Geschäft, in dem ich den Verkäufer ansprechen musste, damit er mir ein paar Informationen zu den ausgestellten Autos gibt.
Als ich ihn aus seinem Tiefschlaf geweckt hatte, war er auch durchaus freundlich, ließ sich aber jede Antwort aus der Nase ziehen. Dabei sind es doch höchstwahrscheinlich immer die selben Informationen, die ein Kunde im Erstgespräch erwartet. Eher hätte ich ihm etwas verkauft, als er mir. Seltsamer Typ.
Da ich ja nun ein ernsthaftes Interesse an den Wagen hegte und nicht umsonst in die trostlose Holzhauser Straße gefahren sein wollte, überredete ich ihn, mir doch mal ein ernsthaftes Angebot für einen Ford Fiesta zu machen. Und was macht der Kerl? Klickt im Konfigurator ein Listen-Fahrzeug zusammen und nennt mir einen Standard-Preis, den ich natürlich kannte. Unter einem ernsthaften Angebot verstehe ICH eigentlich etwas anderes.
Als ich ihn danach fragte, wie ich denn die Umweltprämie beantragen kann, kam er mir vollkommen überfordert vor. So wird das nichts mit der Konjunkturverbesserung. Und schon gar nicht an einem Freitag Nachmittag …
Autoverkäufer können SO unterschiedlich sein.








