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Verwertung

Organisierter Betrug bei der Abwrackprämie.

Spiegel-Online berichtet über Betrugsfälle im Zusammenhang mit der Abwrackprämie.

(Scusi für den kommentarlosen Schnellschuss. Bin etwas in „Hektik“).

FDP-Politiker fordert Stopp der Verschrottungspflicht.

FDP-Fraktionsvize Rainer Brüderle hat einen Stopp des Verschrottungszwangs bei der Abwrackprämie gefordert. Es sei ökologischer und ökonomischer Irrsinn, voll funktionsfähige Autos in die Schrottpresse zu schicken, sagte der Bundestagsabgeordnete der Neuen Osnabrücker Zeitung.

in Gänze zu lesen auf FR-Online.

Darf das Altauto vor der Verschrottung abgemeldet werden?

Diese Frage die auf den ersten Blick ganz einfach zu beantworten ist, hat durchaus ihre Berechtigung. Denn sie nur auf den ersten Blick einfach zu beantworten.

Mittlerweile warnt gar der ADAC davor, dass Alt-Fahrzeug zu früh zu verschrotten.

„Eines der Kriterien für den Bezug der Prämie sei, dass das Auto zum Zeitpunkt der Verschrottung mindestens zwölf Monate durchgehend auf den Antragsteller zugelassen sein müsse“, so der ADAC. Wurde das Altauto bereits vorher abgemeldet oder stillgelegt, verfalle der Anspruch auf die Prämie. Laut ADAC sind bereits viele Käufer in diese Falle getappt.

Was man also auf gar keinen Fall machen darf, ist das Altfahrzeug VOR der Verschrottung abzumelden (z.B. um in der Zeit, bis der Reservierungsbescheid des BAFA ankommt (was ja dauern kann) Versicherungs- und Steuerkosten zu sparen).

Also: Erst überlegen. Dann verschrotten. Das kann im Zweifel nie schaden. In diesem Fall kann es allerdings vor einer bösen Überaschung schützen!

Die Reihenfolge zwischen Verschrottung und Stilllegung (Abmeldung) ist hingegen egal. Einzige Voraussetzung ist, dass sowohl die Stilllegung (Abmeldung), als auch die Verschrottung zwischen dem 14.01. 2009 und dem 31.12.2009 liegen müssen.

Oder wie das BAFA in seinen FAQs schreibt:

„Ist eine zeitliche Abfolge zwischen Abmeldung und Verschrottung des Altfahrzeugs festgelegt? Antwort: NEIN, beides hat jedoch zwischen dem 14.01.2009 und 31.12.2009 zu erfolgen.“

Betrug mit der Abwrackprämie. Illegale Verschiffungen.

In den letzten Tagen gab es wieder verstärkt Meldungen in der Presse, die sich mit der illegalen Verschiffung von eigentlich zu verschrottenden Fahrzeugen nach Afrika oder Osteuropa beschäftigten.

Es wundert mich nicht, wenn hier noch einige Euros nebenher verdient werden. Die Verschrotter haben die Höfe voller Fahrzeuge, die gut und gerne erst ihr halbes Autoleben hinter sich haben und mit denen sie noch gutes, zusätzliches Geld verdienen könnten – wenn sie nicht dazu verpflichtet wären, sie zu verschrotten. Aber mal ehrlich: Wer soll denn bei der Menge an Fahrzeugen noch den Überblick behalten? Und das man mittlerweile den Fahrzeugbrief mit zum BAFA schicken muss, wird die Betrügereien an dieser Stelle auch nicht eindämmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Fahrzeugbrief in Afrika die größte Rolle spielt. Wenn nun ein großer Verschrotter von den 10.000 Abwrackautos 100 Stück zum Preis von 200€ durchreicht, ist das immerhin ein netter Nebenverdienst. Schlimmstenfalls könnte es auch passieren, dass die Abwrackfahrzeuge vom Verschrotterhof gestohlen werden. Mittlerweile ist der Schrottpreis derart im Keller, dass solche Verdienstmöglichkeit zusehens interessanter werden.

Könnte ich mir vorstellen.

Und das die Kriminalität dort nicht weit ist, wo etwas zu holen ist, ist ja nun so neu auch wieder nicht.

Verschrottungserfahrungen gesucht.

Das Verschrotten ist in Berlin offenbar teuer geworden. War es vor einigen Wochen noch so, dass man ein paar Euro für sein Altvehikel bekam, so ist die Marktwirtschaft im Sinne von Angebot und Nachfrage, gerade voll im Gange.

Hieß es vor einigen Tagen noch, für eine Verschrottung müssten 30 Euro bezahlt werden, so stand der Kurs Ende der vergangenen Woche schon bei 100 Euro. Wie gesagt: Verschrottungskosten!

Wie ist das denn im Rest der Republik? Hat jemand Erfahrungen beizusteuern?

Abwracken – aber richtig. Wie muss das Auto zum Verwerter?

Marko bracht mich mit einem Kommentar zu einem Artikel vom Freitag darauf: Was bedeutet eigentlich abwracken? Wie geht es richtig? Wie viel Auto muss noch zum Verwerter? Darf ich alle guten Teile ausbauen oder muss ich das komplette Auto abgeben?

Bislang dachte ich, es reicht, wenn ich schlimmstenfalls ein Auto-Skelett beim Verwerter abgebe. Stahl hin, Stempel her. Umweltprämie ist nicht schwer. Aber nun lese ich in der Berliner Morgenpost:

Um die Prämie zu kassieren, muss aber das gesamte Auto mit Sitzen, Motor, Lampen abgegeben werden. „Wir legen das Auto dann lediglich trocken, also lassen alle Flüssigkeiten ab und pressen es dann“, sagt Schmidtke. Nur so gibt es den Stempel – und später die 2500 Euro.

Bitte?

Und um noch einen draufzusetzen steht in einem weiteren Artikel der Morgenpost:

In Berlin wurden jetzt mehrere Fälle bekannt, bei denen Autobesitzer statt eines Zertifikats für den Erhalt der 2500-Euro-Umweltprämie eine Rechnung für die Verschrottung ihres Autos erhielten. Hintergrund: Nur wenige Autoverwerter in Berlin dürfen überhaupt die Zertifikate ausstellen. Werkstätten und „Schrotter“, die es nicht dürfen, machen aber Kunden offenbar immer wieder Versprechungen, die sie nicht halten können. Verlierer sind die Autobesitzer.

Oh-ha. Ist das eine weitere Fallstrecke auf dem Weg zu den so begehrten 2500 Euro? Wenn das wirklich stimmen sollte, was „meine“ Stadtzeitung dort veröffentlicht (Die Berliner MoPo ist übrigens eine eher seriöse Zeitung. Zwar auch aus dem Dunstkreis von Springer, aber doch jenseits von BILD & Co.), dann haben wir hier eine böse Falle. Das Auto verschrottet, die Prämie unerreichbar und zusätzlich noch eine Rechnung vom Verwerter.

Wenn das mal nicht schiefgeht!