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Autohäuser

Das Ende.

ICH tippe ja im Übrigen darauf, dass Heute und vor allem jetzt gerade viele, viele Händler ihre unentschlossenen Kunden anrufen und in die Autohäuser zitieren.

Daraus würde folgen, dass wir Heute gegen 14 Uhr noch einmal rund 15.000 Anträge sehen werden und das Geld Morgen mit der 10 Uhr Meldung zu Ende gegangen ist.

Das ist mein ganz persönlicher Tipp für die folgenden 21 Stunden!

Auch eine Art von Abwrackrallye …

Die Polizei in Aschaffenburg stoppte unlängst eine Abwrack-Rallye der besonders unmoralischen Art. Mitarbeiter eines Autohauses waren mit drei Kleinwagen durch die Stadt gerast, hatten sich dabei immer wieder absichtlich gerammt und waren an roten Ampeln gezielt aufeinander aufgefahren. Das Ziel des Trios: der Schrottplatz. Die Fahrzeuge sollten abgewrackt werden.

schreibt der Berliner Tagesspiegel

Volumenhersteller verlieren Kunden „dank“ der Abwrackprämie.

Das Online-Magazin „Autohandel“ meldet eine interessante These. „Zahlreiche Volumenhersteller verlieren ihre Stammkunden wegen der Abwrackprämie an die Konkurrenz“. Die Nettogewinner der Prämie seien Hersteller wie Skoda, Hyundai, Fiat und Toyota.

Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen.

Das Sterben der Autohäuser. Nun: Weller in Berlin.

Heute lese ich in einer Berliner Zeitung, dass das Autohaus Weller (Toyota) seine Berliner Fillialen dicht gemacht hat.

Weller ist war einer der Händler, der zwar die neuen Autos an die Abwrack-Kunden herausgegeben hat, aber darauf bestand, den neuen KFZ-Brief solange zu behalten, bis das BAFA die Abwrackprämie überwiesen hat.

Wer nun die restlichen KFZ-Briefe irgendwann vielleicht an die Kunden herausgibt, ist offenbar sehr fraglich.

Ich bin gerade sehr froh, dass ich mich damals auf dem Weg zu Weller dagegen entschieden habe und doch nach Tempelhof zu Citroen gefahren bin.

Artikel bei Morgenpost-Online.

Heute im Peugeot-Autohaus.

Ich bin verwundert. Heute war ich zwecks Kauf von ein paar Ersatzteilen für meinen Peugeot 807 bei meinem Händler (bei der Gelegenheit: Liebe Peugeot Berlin-Brandenburg GmbH! Ihr verkauft französische Autos. Diese zeichnen sich nicht unbedingt dadurch aus, wenig Ersatzteile zu brauchen. Warum – um alles in der Welt – macht Euer Ersatzteilverkauf schon um halb vier zu?). Und was musste ich in diesem Autohaus erleben? Kunden! Bei den Autoverkäufern standen sie schon wieder (oder immernoch?) Schlange. Es war nicht leerer, als zu „meiner“ Zeit. Nur das jetzt zusätzlich der Hof voller Altfahrzeuge parkt (ich konnte einen Blick durch ein Fenster auf den echten Hof werfen, da standen wirklich viele alte Fremdfahrzeuge – sie scheinen die dort zu sammeln …) und im „Auslieferungsraum“ gleich mehrere Fahrzeuge auf ihre neuen Besitzer warteten.

Es könnte als sein, dass wir den Zenit der Prämienbeantragungen doch noch nicht hinter uns haben … mein Erlebnis von heute spricht jedenfalls sehr dafür. Damit habe ich nun nicht mehr gerechnet.

Wenn der Autohändler Insolvenz anmeldet …

Ein ganz anderes Abwrack-Problem haben übrigens manche Kunden der Kette Kroymans

12500 Euro hatte beispielsweise der Spandauer Edwin B. noch am Freitag an Kroymans überwiesen, den kompletten Kaufpreis für einen Vorführwagen vom Typ Opel Corsa. Doch als er am Donnerstag zum vereinbarten Termin in der Spandauer Filiale erschien, wurde ihm der Wagen nicht ausgehändigt.

Trotz aller Erhöhungen und Verlängerungen (Prämien-Enlargement-Right-Now!) muss so ein Bankrott eine Insolvenz furchtbar Nerven bei allen Betroffenen kosten. Wenn ich mir jetzt vorstellte, dass der Kunde nicht nur keine 2500€ Prämie mehr bekommen hätte, weil er den Wagen nicht bekommt, sondern zusätzlich auch noch die 12500 Euro weg sind, dann wird mir ganz schwindelig …

Ich glaube, ich würde die alle verhauen.

Artikel im Berliner Tagesspiegel zur Kroyman Insolvenz

Irreführende Werbung mit der Abwrackprämie.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen hat nun verschiedene Autohändler wegen irreführender Werbung abgemahnt, wie Focus Online berichtet.  Die betroffenen Händler hätten die staatliche Umweltprämie direkt vom eigentlichen Kaufpreis abgezogen und mit dem dadurch äußerst niedrigen Kaufpreis geworben.

Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wann es dazu mal eine Aktion von den Verbrauchschutzorganisation respektive den Mitbewerbern gibt. Besonders in den ersten Tagen der Umweltprämie, gab es einige Werbungen die diesbezüglich schon mehr als fragwürdig waren.

Olli im Abwrack-Wahn. Ein sehr abwegiger Gedanke, warum die Zahl der Prämienanträge noch so niedrig ist.

Dieser Gedanke beschäftigt mich schon ein paar Tage. Es kann gut sein, dass da etwas im Fieberwahn entstanden ist, was überhaupt nicht haltbar ist. Trotzdem hätte ich gerne mal ein paar Meinungen dazu.

Ich glaube immer noch, dass uns irgend jemand belügt. Die ganzen Informationen und Zahlen passen nicht zusammen. Einerseits gibt es immer wieder neue „hyperhyper“ Verkaufszahlen („Wir verkaufen in unserem Autohaus jetzt 100 Autos in der Woche“), wenn man sich die Lieferzeiten der Hersteller anschaut („16 Wochen für einen Citroen C1“), bekommt man schon eine Gänsehaut. Andererseits aber passen die bislang beim BAFA angegebenen Antragszahlen nicht zu all den Meldungen. Wenn man bedenkt, dass wir über 20.000 Autohäuser in Deutschland haben, dann sollten doch mittlerweile ganz andere Antragszahlen aufgelaufen sein.

Die Hersteller können doch an dieser „Panik-Situation“ gar kein Interesse haben. Für sie wäre es doch wesentlich besser, wenn die Kunden (halbwegs) in Ruhe – natürlich mit einem gewissen Kaufdruck, aber eben im Rahmen – kaufen würden. Die Unsicherheit, die jetzt nicht nur hier in unserer Abwracker-Community aufgekommen ist, ist sicherlich nicht wirklich förderlich für die ganzen Prämiengeschichte.

Was wäre denn, wenn die Autohersteller nicht alle Anträge für die Abwrackprämie direkt an das BAFA geben, sondern ganz bewusst nur „kleckerweise“? Klar, sie würden in Kauf nehmen, dass sie einige Prämien vielleicht nicht bekommen. Diese Unsicherheit könnten sie auf der anderen Seite aber durch den Mehrverkauf von weiteren 50.000 Autos quer subventionieren. Und mit den betroffenen Kunden würden man sich sicherlich schon einig. Dem Kunden ist letztendlich doch nur wichtig, dass die 2500€ irgendwoher kommen.

Der Gedanke ist abwegig. Ich weiß. Aber allein die Idee, dass die Anzahl der Anträge auf die Abwrackprämie künstlich niedrig gehalten würde, hätte enorme positive Kaufanreize. Wenn heute z.B. schon 450.000 Anträge beim BAFA in der Schlange stünden, wer würde dann morgen noch einen Neuwagen kaufen?

Und mir macht keiner weiß, dass sich die Chefs von VW, OPEL etc. nicht mit „der Regierung“ über all den Abwrack-Wahn unterhalten.

Die trinken doch immer Montags zusammen den Abwracker-Kaffee …

Ist die Abwrackprämie tatsächlich schon aufgebraucht?

Ich sehe den gerade hier eingegangenen Kommentar ja eher skeptisch. Aber was haltet ihr davon?

Herr Krause schreibt:

Hallo, ich habe aus Kreisen der Automobil-Branche erfahren, dass die 600.000 möglichen Anträge auf die Abwrackprämie praktisch bei weitem überschritten sind. Meine Frau arbeitet bei Renault in Brühl. Die Käufer warten nur auf ihre Bestell-Fahrzeuge. Alleine VW soll über 150.000 Bestellungen nur aufgrund der Prämie zu verzeichnen haben. Renault, Peugeot und Citroen insgesammt 310.000 Bestellung. Das sind vier der Zahlreichen Autohersteller, ich möchte mir nicht die Zahlen von Fiat,Dacia und Co. vorstellen. Ich persönlich habe meine Prämie schon abgeschrieben (Lieferzeit Renault Laguna 8-12 Wochen). Gut bei uns, dass wir noch einen hohen Rabatt heraushandeln konnten, aufgrund der Werksangehörigkeit meiner Frau. 2500 Euro wären halt schön gewesen.