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Neue Forderungen nach einer Autobahnmaut für PKW.

Ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel, wenn ich das Themenspektrum Abwrackprämie ein wenig ausdehne. Ihr könnt ja mal eure Meinung dazu in die Kommentare schreiben ;)

Horst Seehofer will in Deutschland eine Autobahnmaut für Pkw in Höhe von 100 Euro pro Jahr einzuführen. Außerdem will er, dass sich die CDU seiner Forderung anschließt.

Das meint zumindest SpOn herausgefunden zu haben.

Die CSU will mit den Einnahmen die Steuer auf Benzin um 15 Cent und die auf Diesel um 10 Cent senken. Die Partei will so Tankstellenbetreibern in Bayern helfen, die unter dem Tanktourismus nach Österreich leiden, wo der Sprit deutlich billiger ist als in Deutschland.

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32 Kommentare

  1. Picasso sagt:

    Über das Thema könnte ich ganze Romane schreiben, sowohl Aspekte dafür, aber meines Erachtens noch mehr dagegen.

    Am meisten stört mich daran, dass Wenigfahrer und verbrauchsarme Fahrzeuge im Nachteil sind und daher die Lenkungswirkung einer solchen “kostenneutralen Umverteilung” in die völlig falsche Richtung geht.
    Letzten Endes ist entscheidend, dass es nur eine theoretisch kostenneutrale Umverteilung sein würde, denn die Mineralölkonzerne werden sehr einfallsreich sein, um nach einer Senkung des Preises um 10 bzw. 15 ct schnell wieder das vorherige Preisniveau erreichen. Dann hat Herr Seehofer rein gar nichts erreicht, außer alle um eine Abgabe zu bereichern.

    Aber naja. Steht wohl etwas unter Druck der Herr Seehofer seinen Bayern vor der Wahl seinen CSU-Einsatzwillen auf Bundesebene zu präsentieren. Nun denn … gut gebrüllt Löwe!

  2. kirsten 10.2. sagt:

    Wohne wie bereits geschrieben an der Schweizer Grenze und nicht weit von Österreich und benötige daher sowohl Schweizer als auch das Österreicher “Pickerl”. Zahle also auch Steuern in den Nachbarländer. Gleichzeitig ärgere ich mich, wenn ich bei uns auf die Autobahn fahre, vor allem über Schweizer Autofahrer, die kaum über der Grenze endlich ihre Autos “ausfahren” und dabei keine Rücksicht auf unsere Tempolimits etc. nehmen. In der Schweiz sind viel höhre Bussgelder bei Überschreiten der Geschwindigkeit von 120 kmh auf Autobahnen fällig, unsere werden von vielen nicht ernst genommen. Aus Gesprächen mit Schweizern (zahlreich im Bekanntenkreis und sogar in der Familie vorhanden, Vaterseite) weiß ich, dass sie sich seit Jahren wundern, dass Deutschland keine Vignette hat. Sie wären alle bereit, 100 € (der Betrag wurde wirklich genannt, einige sogar 250 €, weil unsere Straßen ja viel länger sein) pro Jahr zu bezahlen.

    Kurz gesagt: Warum sollen alle Ausländer unsere Straßen kostenlos benutzen dürfen, während wir überall in Europa Vignette oder Maut zahlen müssen? Mag sein, dass der einzelne Deutsche drauf zahlt, Wenigfahrer würden aber vermutlich eher die Landstraße benutzen und für Ferien könnte man ja eine Monatsvignette einführen, insgesamt käme aber weitaus mehr Geld herein. Außerdem zahlen Wenigfahrer und Nichtautofahrer über ihre Steuern auch jetzt schon für Straßen, die bei uns vielfach von Schweizern verwendet werden. Und unsere Tankstellen könnten auch wieder an Privatautos Benzin verkaufen, z. Z. verkaufen sie nur an Geschäftsleute, die aus geschäftlichen Gründen in Deutschland tanken (entlastet vielleicht sogar kleine Unternehmen). Wirklich jeder fährt über die Grenze (Benzinpreis müsste aber mindestens um 20 eher sogar 25 Ct. sinken – wäre aber dank der Ausländer möglich, genau wie umgekehrt ja auch – meine unseren Beitrag über Vignette, Pickerl, Maut).

  3. kirsten 10.2. sagt:

    Ergänzung:

    Habe gerade Pofalla gelesen (ntv), der behauptet hat, dass vor allem deutsche Autofahrer im Nachteil seien, weil Ausländer nur 5 % der Autobahnen nutzen (letzteres wundert mich zwar, fahre aber auch selten mitten in Deutschland außer im Urlaub und da sind stets die Holländer unterwegs :D ).

    Doch selbst wenn 5 % stimmen, zur Zeit zahlen diese 5 % nichts und wenn das ganze kostenneutral wäre, dann müssten die Deutschen doch weniger zahlen. Oder?
    Wichtig wäre dabei nur, dass die Vignette nicht zu teuer wird, die Bussgelder für “schwarz-fahren” dafür kräftig sind, sonst geht vermutlich zu viel Geld für Kontrollen drauf (weniger Arbeitslose :?: (ironisch gemeint))
    Jedenfalls bezahlt bei uns jeder die Schweizer Vignette, weil es sich nicht lohnt, “schwarz zu fahren”. Zumindest jeder, der die Autobahnen nutzen möchte.

  4. Picasso sagt:

    Wenn schon Maut, dann aber zu Gunsten der Kfz-Steuer. Das wäre dann für die Deutschen wirklich eine Entlastung.
    Wie ich schon schrieb glaube ich nicht, dass der Spritpreis auf Dauer konkurrenzfähig bliebe.

  5. kirsten 10.2. sagt:

    Als “Tanktouri” habe ich dagegen natürlich nichts. Aber ob das gerechter ist? Manchmal habe ich schon ein schlechtes Gewissen.
    Ich denke, wenn der Benzinpreis sinkt, tanken alle Deutschen wieder in Deutschland, und die Steuern auf das Benzin kämen wieder unserem Staatssäckel zu gute. Deswegen kann man meiner Meinung nach stärker den Benzinpreis senken. Die Forderung 10 – 15 Ct. ist typisch bayrisch, den anderen Bundesländern bringt dies nichts (?) (weiß nicht die Preise der Benelux-Staaten, vielleicht reichen da 10 Ct., aber Polen und Tschechei haben so viel ich weiß auch günstigere Preise).
    Natürlich besteht die Gefahr, dass die Ölmultis langsam aber sicher die Preise wieder erhöhen, das passiert aber bereits jetzt (siehe Pfingsten, Sommerferien, Weihnachten, Ostern, …) und endet nicht an der Staatsgrenze. Dagegen würden nur mehr Konkurrenz helfen und bedingungsloses Tanken bei der günstigsten Tankstelle.
    Übrigens deswegen war ich gegen die Senkung der Ökosteuer, war vor einem Jahr ja auch mal im Gespräch, überlege gerade von wem (Seehofer ?) (3 Ct. bringt dem einzelnen nichts, wird leicht von Ölmultis geschluckt, ohne dass wir es merken und der Staat hat weniger => muss an anderer Stelle erhöhen).

  6. kerstin sagt:

    Hallo alle zusammen!

    Bin absolut und total gegen Autobahn-Maut!!
    Wir zahlen eh schon mehr als genug Steuern in Deutschland!

    Abgesehen davon, wie bereits oben erwähnt, trifft es mal wieder hauptsächlich Wenigfahrer und Geringverdiener!
    Außerdem würden die Durchfahrtsstraßen mehr belastet durch die Autofahrer, die die Maut umgehen wollen.

    Mal ehrlich, ich fahre vielleicht 2-3x pro Monat ne kürze Strecke Autobahn (außer zur Urlaubszeit). – Ich hätte auch das Gefühl, dass sich das nicht für mich lohnen würde.
    Gehöre außerdem zu den Menschen, denen 100 Euro pro Jahr echt wehtun würden! (Wäre dann übrigens auch mehr, als ich für meinen neuen Wagen überhaupt an Kfz-Steuern zahlen müsste!)

    Da finde ich den Spritpreis schon die gerechtere Lösung: Jeder zahlt entsprechend der Kilometer, die er auch wirklich fährt!

    Grüße und schönen Abend noch!

  7. kirsten 10.2. sagt:

    @ Kerstin deswegen habe ich kostenneutral geschrieben.

    Was mich an dieser Diskussion ärgert, ist das sofort von Steuererhöhung die Rede ist. Aber auch jetzt müssen Straßen finanziert werden, wird halt aus dem allgemeinen Steuertopf bezahlt, in dem jeder egal ob er Auto fährt oder nicht einzahlt. Fällt also nicht so auf. Ich habe vor Jahren zu DM-Zeiten gelesen, wenn Autofahrer wirklich einen gerechten Benzinpreis bezahlen würden, dann müsste der Liter mehr als 5 DM kosten. Das wären inzwischen weit mehr als 5 €. Immer wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, ist jeder 2. – 3. Ausländer und die zahlen nichts für unsere Straßen. Dafür kleben an den Windschutzscheiben genau wie bei uns Deutschen die div. Vignetten. Auch ausländische Lastwagen tanken noch einmal schnell vor der Grenze voll und fahren dann günstiger als die deutschen Kollegen über unsere Straßen. Ist das gerecht? Vielleicht wäre ein Mischung am besten. Kfz-Steuer um 20 € herunter (ist in Zukunft glaube ich Mindestgebühr – Umweltverschmutzer könnten weiter “bestraft” werden), der Rest für Benzinpreise oder eben nur Benzinpreise günstiger. Finde ich persönlich auch am gerechtesten und ich bin für eine Vignette wie die Schweizer seit vielen Jahren haben. Niemand stört sich mehr daran und nur wenige weichen aus, was bei der kleinen Schweiz doch eine viel größere Gefahr sein müsste also bei uns. Wer möchte schon vom Bodensee an die Nordsee nur über Landstraßen fahren?

  8. kirsten 10.2. sagt:

    Noch einmal kurz zur Erinnerung: bin Nutznießer der derzeitigen Situation.
    Zahle wenig Kfz-Steuer, tanke günstiges Benzin in der Schweiz, fahre also auf Kosten von anderen. Deswegen auch mein schlechtes Gewissen (s. o.). Versuche daher möglichst wenig zu fahren, um der Umwelt nicht mehr als notwendig zu schaden.

  9. kerstin sagt:

    Dann fände ich es aber gerechter, wenn die Maut-Kosten für ausländische Autos höher lägen, als für inländische Autos, deren Besitzer auf die Nutzung der Autobahnen angewiesen sind!
    Vielleicht ne Art Staffelung, oder Monatsvignetten für Autos auf der Durchreise, oder …

  10. kirsten 10.2. sagt:

    Ist, glaube ich, aus EU-rechtlichen Gründen nicht möglich.
    Aber gerade weil wir durchschnittlich öfter fahren als ausländische Fahrzeuge kommen wir bei einer Vignette besser weg. Was meinst du mit Staffelung? Wochen- und Monatsvignetten gibt es auch in Österreich und wären für “Ausländer” auch in Deutschland sicherlich besser, für Inländer weniger sinnvoll. Daher mein Wunsch: keine zu hohen Kosten z. B. wirklich nur 20 € pro Monat bzw. 100 € im Jahr, wird gezahlt ohne viel nachzudenken. Bei höheren Kosten versuchen vermutlich viele auszuweichen (mehr Verkehr auf Landstraßen und mehr Kontrollen notwendig, kosten auch Geld). Das Geld soll dann direkt wieder den Autofahrern zu gute kommen.

  11. kerstin sagt:

    Staffelung hatte ich evtl. gedacht für Viel-, bzw. Wenigfahrer. – Ist wahrscheinlich nicht machbar, aber irgendwie ist es aus meiner Sicht nicht gerecht, wenn jemand der fünfmal im Jahr Autobahn fährt, dasselbe zahlen muss wie jemand der jeden Tag dort fährt.
    Ansonsten kann ich deine Argumentation schon nachvollziehen!

  12. kirsten 10.2. sagt:

    Wie gesagt, der “Ausländer” (meine damit Personen die unabhängig ihrer Nationalität im Ausland wohnen) fährt vielleicht nur einmal im Jahr während seines Urlaubs durch Deutschland kommt noch schlechter weg. Andererseits benutzt er die Straßen, könnte ja sonst vielleicht auch über Polen oder Frankreich fahren und tankt sicherlich z. Z. schnell noch vor der Grenze, um nicht teueres Benzin in Deutschland kaufen zu müssen. Geld das unseren Tankstellen und auch dem Staat (Steuern) fehlt.

    Zu Unterscheidung von Viel-/Wenigfahrer:
    Ich habe gehört, dass die Mauterfassungsstellen für LKWs deswegen so überproportional groß ausgefallen seien, weil man damals bereits überlegt hat, evtl. PKWs mit zu erfassen. Für LKWs alleine hätten auch einfachere Systeme gereicht. Das finde ich aber persönlich aus Datenschutzgründen nicht so gut, wird aber vermutlich irgendwann kommen. Dann könnte man zumindest auf Autobahnen kilometergenau abrechnen.

    Warum können wir es aber in Deutschland nicht einfach machen, meine die Vignette? Auch jetzt ist es nicht gerecht. Kfz-Steuern muss jeder zahlen, egal wie oft er das Auto benutzt. Irgendwelche Subventionen zahlt ebenfalls jeder, ich ärgere mich schon lange über Millionen-Abfindungen oder auch nur Millionen-Gehälter für irgendwelche Manager, die von der Steuer abgesetzt werden können (Begrenzung auf 500 000 € für Absetzbarkeit kam ja nicht durch). Jeder Dienstwagen egal wie groß bzw. teuer kann abgesetzt werden d. h. ich zahle dafür, weil das Geld an anderer Stelle wieder hinein kommen muss, andere ärgern sich über die UMP genau aus diesem Grunde. Dumm ist dran wer Ende letzten Jahres einen Neuwagen gekauft hat (Kollege hatte im Dezember einen Unfall, wenn er gewusst hätte …). Aber so ist das Leben.

  13. Major Tom sagt:

    Hallo,

    ich bin dafür, dass jedes Auto mit deutschem Kennzeichen bei der TÜV-Abnahme gleichzeitig eine Vignette für die TÜV-Dauer erhält.

    Vorteile:

    - Keine Änderung der KFZ-Steuer (die wurde ja eben erst neu geregelt)
    - Leichte und kostengünstige Herausgabe der Vignette über den TÜV
    - Deutsche PKW`s werden nicht zusätzlich belastet.
    - Holländer müssen zahlen, weil Sie keinen TÜV haben…und zwar auch für den Wohnwagen.

    Nachteile: Es kommt Geld in die Beamtenkasse….und immer wenn Beamte oder die öffentliche Hand 1,-Euro einnimmt, dann geben sie 2,-Euro aus.
    Folglich hätten alle die größte Einsparung, wenn Steuern gesenkt werden würden.

  14. kirsten 10.2. sagt:

    @ Major Tom,

    es ist nicht möglich in der EU nur von ausländischen Fahrzeugen eine Vignette zu verlangen (so viel ich weiß ist das auch für die Schweiz nicht möglich wegen entsprechender Abkommen).

    Und:
    Was soll das Geschimpfe gegen Steuern?

    Niemand zahlt gerne aber:
    - deine Eltern haben kein Kindergeld für dich erhalten?
    - du hast keine Schule besucht?
    - vielleicht hast du sogar studiert oder Meisterbafög erhalten?
    - vielleicht aber auch Kurzarbeitergeld und/oder Arbeitslosenhilfe/Arbeitslosengeld 2?
    - du schiebst (verbranntes Benzin führt auch zu Mehrkosten z. B. Klimaerwärmung) dein Auto nur zu Hause auf deinem Grundstück (Straßen gibt es ja nicht), denn auch wenn es oft anders heißt, Autofahrer “verbrauchen” mehr Geld als sie durch das Autofahren “Steuern” zahlen?
    Das gilt natürlich genauso für Raucher u.v. a. (du tust das natürlich nicht, sondern achtest auf deine Leistungsfähigkeit, damit du bzw. deine Familie nie anderen zur Last fällt).
    Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Jeder nimmt die Leistungen gerne in Anspruch, doch woher kommt das Geld?

    Dein Rat: Wir zahlen alle keine Steuern, es gibt keine Schulen, Straßen, soziale Einrichtungen usw., sondern nur das Recht der Stärkeren bzw. in dem Falle der Reichen (wer von denen sein Geld vielleicht auch schuldlos verliert – Pech gehabt, Polizei und Justiz gibt es ja auch nicht mehr). Klingt wie die “guten alten Zeiten” – meine jetzt das Mittelalter, Leibeigenschaft und Fehde.

    Übrigens: Bei den Kommentaren zu Rieser-Rente habe ich mehrfach gelesen, dass bedingt durch die privaten Versicherungen man mehr einzahlen muss, als das entsprechende Geld über den Staat anlegen zu lassen, geht halt nicht. Das Problem unserer “Rentenversicherung” ist, dass sie keine ist. Was heute “einzahlt” wird, wird an die heutigen Rentner ausgezahlt und eben nicht angelegt. Aber es geht weniger Geld verloren als bei Privatversicherungen.

  15. Major Tom sagt:

    Hi kirsten 10.2,

    ich kann manchmal nur staunen, welche Reaktionen einige wenige Zeilen auslösen.

    Ausserdem bekommen bei meinem Vorschlag die deutschen Autofahrer die Vignette vom TÜV. Ich gebe Dir aber Recht…..viel Schreiben, egal über was, ist auc oft besser als zulesen. Von der Vignette zur Riesterrente und zurück……alles ganz ohne CO2 .-) *oder doch? rüüüüllll…

  16. Major Tom sagt:

    Was hat Kurzarbeitergeld mit Steuern zu tun?

    Sorry, aber ich denke, Du solltest etwas differenzieren….ein wenig würde sicher nicht schaden.

  17. kirsten 10.2. sagt:

    @ Major Tom,

    weil das Geld schon lange nicht mehr ausreicht. Die Bundesagentur für Arbeit erhält aus der Mwst.einnahmen dieses Jahr bereits knapp 7,8 Mrd. € und nach Erhöhung auf bis zu 2 Jahren und Übernahme der Sozialbeiträge ab dem 7. Monat wird das Geld vermutlich erst recht nicht mehr reichen. Ich bin nicht gegen Kurzarbeitergeld usw., bin froh, dass mein Job sicher ist, und direkt nach dem Studium/Referendariat war ich auch schon einmal dankbar, Arbeitslosenhilfe und Krankenkassenbeiträge bezahlt zu bekommen. Ich hätte genauso Renten anführen können, auch da wird gewaltig vom Staat zugeschustert u. a.

    Warum ich so viel schreibe? Weil ich mich über Leute ärgere, die Steuern senken wollen, aber gerne Leistungen erhalten. Da ich viel mit Menschen zusammen komme, höre ich diese Sätze öfter. Dein “Verlustgeschäft” (2€ Ausgaben …) klang genauso unqualifiziert. Wie soll der Tüv Vignetten verteilen (falls diese Antwort ernst gemeint war), ist doch nur ein Verein bzw. mehrere auf privatwirtschaftlicher Basis. Soll der Staat die Straßen an Vereine verkaufen, die dann bestimmen wer darauf fährt? Das wäre rechtlich vielleicht möglich. Nur dann wird es vermutlich noch teurer.

  18. Oliver sagt:

    Da hat Horst eine gute Idee… aber sobald dann wieder SPD + Grüne mal an der Regierung währen würde die “Ökosteuer” sofort wieder erhöht, aber die Autobahngebühren blieben trotzdem…

  19. Gast sagt:

    @ Kirsten 10.2.

    Wie der TÜV die Vignetten verteilen soll? Naja, er kriegt die vom Staat und darf sie eben gegen Gebühr draufpappen aufs Auto? Wo ist da die Schwierigkeit? Dafür dass der TÜV n Verein ist, hat er erstaunliches Mitbestimmungsrecht, ob ein Fahrzeug auf die Strasse darf oder nicht.

  20. Major Tom sagt:

    Hi kirsten 10.2.

    wenn ich das richtig verstehe, dann hast du schon Leistungen vom Arbeitsamt erhalten, obwohl du noch nie was reinbezahlt hast.

    Ich denke nicht, dass das im Sinne der Angestellten und Arbeiter ist.

    Weil viele Leistungen vom Arbeitsamt sachfremd sind, ist es auch richtig, die Allgemeinheit – sprich auch die Beamten – mit dem Auffüllen der Töpfe zu belasten.

    Und um auf das Thema zurückzukommen.

    In den 70ger Jahren wurden die Autobahnen mit Geldern aus der Rentenkasse finanziert! Also müssten nun eigentlich die Beamten eine Maut in die Rentenkasse zahlen.

    Beste Grüße

    Thomas

    P.S: Im übrien erhalte ich keine bzw. kaum “Leistungen” vom Staat, die den Ausgaben für den Staat auch nur ansatzweise rechtfertigen würden. Selbst das Kindergeld für meine Tochter muss, obwohl sie unter der Einkommensgrenze ist, zurückgezahlt werden.

    Aber ich freue mich trotzdem, wenn ich von angehenden Lehrern, die keinerlei Lebenserfahrung haben, falsch belehrt werde. Für die Ausbildung der Kinder bei Dir würde ich auch nichts bezahlen. In der DDR wurde die Kinder auch von Ideologen in eine Richtung getrimmt.

  21. Major Tom sagt:

    Ho kirsten 10.2.

    komisch, der Verein TÜV verteilt auch die Umweltplaketten. Wie macht er das denn? Als “Verein” geht doch sowas garnicht?!

  22. kirsten 10.2. sagt:

    Hi Major Tom,

    habe übrigens jahrelang in die Sozialkassen einbezahlt, war Angestellte und bis auf drei Wochen Arbeitslosenhilfe, so hieß das noch vor 15 Jahren, noch nichts erhalten. In Rente bin ich noch nicht. Nur nebenbei, bin auch keine angehende Lehrerin. Egal.

    TÜV sind tatsächlich eingetrage Vereine, haben diese Aufgabe vom Staat übertragen bekommen. Warum das möglich ist? Ist halt so, hat mich bisher nie gekümmert.

    Vielen Leuten ist halt nicht bewusst, was alles kostet. Eine Schulstunde, um bei dem Beispiel Schule zu bleiben, kostet umgerechnet 2500 € (gelesen in Papieren unserer Stadt), Gebäude etc. sind halt nicht umsonst. Wie teuer ist das Studium? Da kann ich noch lange Steuern zahlen und ich habe nach meiner Ausbildung immer gut verdient, also auch gut Steuern gezahlt. Wie groß ist mein Anteil an Sicherheit? – Ich weiß es nicht, bin aber froh, dass es Polizei usw. gibt.
    Ich finde es aber nur gerecht, meinen Teil beizutragen – wer mehr leisten kann oder auch nur Glück hatte, sollte auch mehr zum Gesamtwohl Staat beitragen als ein “armer Schlucker”. Wer sich ein Auto leisten kann und will, sollte ebenfalls für die Kosten aufkommen und nicht der Allgemeinheit aufbürden. Genau deswegen bin ich deiner Meinung, dass es nicht sein kann, dass Autobahnen aus anderen Kassen finanziert werden, schon gar nicht wenn nur ein Teil einzahlt (deswegen bin ich auch für die Vignette – Anfangsthema)!

    Noch einmal zurück zu meinen “Gedankensprüngen” auch bzgl. Riesterrente (wollte nicht noch mehr schreiben, war aber vielleicht zu kurz). Ich wollte nur sagen, dass vieles der Staat günstiger löst als die Privatwirtschaft, weil er keinen Gewinn machen und auch keine Aktionäre zufrieden stellen muss. Zudem ist der Staat für jeden da und kann nicht wie Privatversicherungen seine Kunden aussuchen. Ich bin jedenfalls froh, dass es diese soziale Netz gibt, auch wenn ich dankbar bin, dass ich es nicht brauche (hoffentlich noch auf lange Sicht).

    Gruß Kirsten

  23. Yeti sagt:

    @kirsten 10.2.
    Ich bewundere Deine fundierte Sachlichkeit.

    Frohe Pfingsten allen!

  24. Major Tom sagt:

    Ok kirsten 10.2.

    und weil der Staat ja sinnvoll mit den Steuergeldern umgeht und alles so viel besser macht als die bösen Privatleute, deswegen fahren wir gerne in die Nachbarländer um billiger zu tanken.

    Getreu dem Motto: Deutsche Steuern sind prima, solange ich sie nicht zahlen muss!

    Nichts für Ungut….schönen Tag noch

    Thomas

  25. kirsten 10.2. sagt:

    @ Major Tom,

    habe sogar eine Zeitlang in der Schweiz gearbeitet und zusätzlich Steuern in Deutschland gezahlt, da ich in Deutschland wohnte und noch wohne- hätte mein Einkommen damals auch verschweigen können. Da es vor / neben dem Studium war, hat der deutsche Staat nichts davon gewusst.

    Aber warum sollte man Steuervorteile (Tanken) nicht ausnutzen, fahre übrigens nicht extra hin, sondern erledige dies mit dem wöchentlichen Einkauf? Warum sollte ich die UMP nicht beantragen und mich darüber freuen? Jeder vergleicht Kosten und Leistung. Ich persönlich spende auch lieber das Geld dorthin, wo ich es für sinnvoll erachte und wie ich oft bereits geschrieben habe, ärgern mich viele Ausgaben des Staates (z. B. dieser Parlamentskreis …, Ollis Blog vor ein paar Tagen, vor allem aber viele Subventionen). Unser Staat ist nicht für alle gleichermaßen da, vieles ist ungerecht. Dein Motto “deutsche Steuern …” gilt wohl für jeden. Oder? – Niemand zahlt gerne Steuern wie ich bereits oben schrieb. Ich habe mich nur über deine Aussage geärgert, dass Beamte 2 € ausgeben, wenn sie 1 € in die Beamtenkasse (!) einnehmen und man deshalb Steuern allgemein abschaffen solle, ergäbe dann ja Gewinn (weitergedacht) oder?

    Thomas, vielleicht liegen unsere Meinungen doch nicht soweit auseinander wie es zuerst schien und ich habe dich falsch eingeschätzt. Dein Erstkommentar weckte in mir nur Erinnerungen an bestimmte Menschen…

    Ebenfalls schönen Tag noch

    Kirsten

  26. kirsten 10.2. sagt:

    Danke Yeti, für deinen Kommentar – war so mit Major Tom beschäftigt, dass ich deinen irgendwie überlesen habe. Freue mich trotzdem darüber, bemühe mich immer sachlich zu argumentieren, lasse mich aber manchmal doch zu Polemik (war übrigens ursprünglich nicht negativ besetzt) hinreißen. Will ich aber nicht, tippe vielleicht nur zu schnell. Mir macht es durchaus Spaß, Meinungen auszutauschen und kann auch begründete Aussagen von anderen respektieren. Lese sehr gerne, denke über vieles nach und habe ein gutes Gedächtnis, sodass ich mit der Zeit mir auch ein gutes Allgemeinwissen angeeignet habe. Es gehen mir bei manchen Kommentaren so viele Gedanken durch den Kopf, das andere meinen “Gedankensprüngen” nicht immer folgen können. Was mich ärgert ist “billiges Stammtischgeschwätz”, wird nicht richtiger, auch wenn es oft genug wiederholt wird.

    Major Tom, von daher war ich gespannt auf deine Kommentare, wünschte mir nur mehr Informationen, vor allem wenn ich etwas nicht bedacht haben sollte. Habe z. B. noch einmal über den Unterschied Arbeitlsosengeld und Arbeitslosenhilfe nachgedacht. So viel ich weiß, wurde nach meinem Referendariat auf meinen Antrag hin vom Staat zumindest in die Rentenkasse nachgezahlt, wenn auch nicht viel (es geht ja auch um die Zeiten). Dies war damals noch möglich, weil ich im Anschluss nicht Beamter wurde – heute glaube ich geht das nicht mehr. Übrigens: manche Berufe sind ohne Referendariat nicht möglich, auch wenn man nicht in den Staatsdienst will.

    Mache jetzt Feierabend – schönes Pfingstfest noch.

  27. Aveo12 sagt:

    Apropos Ideen: Weshalb eigentlich noch diese unsinnige Zuteilung der Kfz-Kennzeichen nach Landkreisen? Zumal ja die Landkreise eh ständig am Fusionieren sind. Diese ständige Kfz-Ummelderei bei Umzug ist eine Belastung für die Bürger – finanziell und zeitlich. Wenn man das Fitzelchen Deutschland auf dem Globus anschaut, wird die Lächerlichkeit deutlich, mit der wir unsere Bürokratie füttern. Kleinstaaterei wie im 18. Jhd.

    Mein Vorschlag: Bundesweit standortunabhängige Kfz-Kennzeichen vergeben in Form einer 7-stelligen Hexadezimalzahl (also von 0000000 bis FFFFFFF). Das reicht für rund 268 Mio Kfz. Die Nummer bleibt so lange dem Halter zugeordnet, wie er Bundesbürger ist, lebt und keine Um/Abmeldung erfolgt.
    Warum Hex? Ist gut verträglich mit EDV und Verwechslungsgefahren zw. Buchstaben und Ziffern eliminiert (z.B. O und 0 und S und 5)

    Damit die Landkreiserkennung gewahrt bleibt, kann man unterhalb der TÜV-Marke statt des Wappenaufklebers einen Aufkleber mit dem bisherigen Kürzel (z.B. “B”) anbringen. Den Aufkleber gibts für einen Euro beim Rathaus, wenn man seinen Wohnsitz dort neu anmeldet. Ist innerhalb von 4 Wochen nach Landkreiswechsel selbst aufzukleben. (aber eigentlich gibt es keinen sachlichen Grund dafür. Höre die Leute nur jammern, daß sie ihre Neugierde nicht mehr befriedigen können, woher dieses fremde Auto kommt)

    Aber das ist noch gar nichts. Ich hab noch viele Ideen…

  28. Magnus sagt:

    Aveo: wenn dus doch EDV-freundlich machen willst, dann nimm 8x16Bit für die Kennzeichen ;-)

    … Aber Verwechslung? … E/F?

    … man könnte aber auch auf dem Wappen groß den Buchstaben des Lankreises drucken?

  29. kirsten 10.2. sagt:

    Aveo 12, finde deine Idee gut, nur müssten dann die Adressen über Einwohnermeldeämter übermittelt werden (sicherlich möglich). Im Zusammenhang mit der UMP kam ja heraus, dass eine ganze Reihe Antragsteller vergessen haben, ihren Brief ändern zu lassen.

    Ich würde mir dann aber zusätzlich Wechselkennzeichen wünschen. Jeder bekäme dann sein Kennzeichen und könnte dann dieses in das Fahrzeug seiner Wahl anbringen (im Sommer Cabrio, im Winter …, für Lasten …). Ist in der Schweiz und Österreich z. B. schon möglich. Steuern und Versicherungen zahlt man für das teuerste Auto (bzw. Motorrad, LkW) – man kann ja nur ein Fahrzeug auf einmal bewegen.

  30. Jens (der, der manchmal gelöscht wird) sagt:

    Hallo, war grad ein paar Tage unterwegs – Besuche bei Verwandten und Freunden in Süddeutschland…

    Also – ich zahle gerne 100 Euro pro Auto extra für ne Maut-Vignette – aber nur wenn alle Ausländer/Touris/Durchfahrer das auch zahlen. Egal ob Autobahn oder nicht, und Wohnwägen brauchen auch ne Vignette.

    Motorräder würde ich übrigens ausnehmen!

  31. Picasso sagt:

    Aveo, deine Idee beschneidet einen Teil des Föderalismus in unserem Land. Dieser ist wirklich oft unpraktisch, daher gibt dir mein Optimierungsprozessor Recht obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass es einen Hauch einer Realisierungschance hat.
    Gleich einen Schritt weitergedacht sollte man dann übrigens eine EG-Lösung anstreben.

  32. Aveo12 sagt:

    Picasso, wo ist die Abgrenzung zwischen Förderalismus und Kleinstaaterei?

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