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Januar, 2009:

VW gewährt Zusatzrabatt zur Abwrackprämie.

Unbeachtet aller Unsicherheiten geht Volkswagen in die Abwrackoffensive. Der Konzern gewährt laut Angaben des Nachrichtenmagzins FOCUS zusätzlich zur staatlichen Umweltprämie weitere Rabatte auf seine Fahrzeuge. So gibt es für einen POLO 2000 Euro Rabatt, für einen Golf 2500 Euro. Auch die Nutzfahrzeugsparte gibt Nachlässe: 1500 Euro für einen Caddy und 3000 Euro für einen Crafter.

Die ganze Meldung.

Abwrackprämie. Presseschau.

Hier mal ein paar aktuelle Presseberichte zur Abwrackprämie.

  • Reuter: Regierung will Regelungen zur Abwrackprämie notfalls verschärfen (link).
  • AFP: Abwrackprämie führt zu Preiserhöhungen bei Neuwagen (link).
  • Der Westen: Steuergelder für die Mafia? (link).
  • Kölner Stadt-Anzeiger: Folgen der Abwrackprämie: Wie im Taubenschlag (link).
  • RP online: Abwrackprämie voller Erfolg (link).

Schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Headlines und Themen sind.

BAFA Pressesprecher: Nicht verrückt machen lassen.

Aus den Kommentaren gefischt: Der Pressesprecher des BAFA im Interview.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird ab der kommenden Woche den jeweiligen Stand der Fördergelder für die Umweltprämie öffentlich machen. «Damit die Bürger jederzeit darüber informiert sind, ob noch Gelder im Topf sind, werden wir ab nächster Woche auf der Homepage des BAFA über die jeweilige Antragszahl informieren und eine sogenannte «Förderampel» veröffentlichen, die auf einen Blick erkennen lässt, ob noch Gelder da sind», sagte BAFA-Pressesprecher Holger Beutel der Autogazette.

Außerdem seien bislang erst 150 vollständige Anträge beim BAFA eingegangen.

Die Tankstellen sind die Verlierer der Abwrackprämie?

Die Welt meldet, dass die Tankstellen die Verlierer der Abwrackprämien seien.

Das befürchtet der Marktführer Aral. „Wenn viele alte Autos mit hohem Verbrauch gegen Neuwagen mit niedrigen Verbrauchswerten ausgetauscht werden, drückt das natürlich unseren Absatz an den Tankstellen

Gehts noch? Och, die armen Tankstellen. Seit wann bitte, verdienen denn Tankstellen Geld mit dem Benzinverkauf? Haben mir die Mineralölkonzerne nicht jahrelang eingetrichtert, dass am Treibstoffverkauf ohnehin nur der böse Staat mit all seinen furchtbar hohen Steuern verdient?

WENN einer zu den Verlierern der Abwrackprämie gehört, dann doch mit Sicherheit die vielen kleinen freien Werkstätten, die davon leben, dass Leute mit alten Autos zu ihnen kommen. Die ganzen tollen Neuwagen landen doch mindestens zwei Jahre lang bei den Händler- und Vertragswerkstätten für die Garantieinspektionen.

Liebe Tankstellen, macht Euch mal keine Sorgen. Dafür werden die tollen neuen Autos sicherlich dreimal so oft durch Eure überteuerten Waschstraßen fahren!

Hier der Link zum Welt-Online Artikel.

Abkassieren mit der Abrackprämie. Beitrag im ARD Magazin MONITOR. Eine Zusammenfassung.

Das ARD-Magazin MONITOR berichtet folgendes:

Es sei ganz einfach, mit der Verschrottung von Altautos zu betrügen und so zusätzlich zur Umweltprämie auch noch das Geld für ein VERKAUFTES Altfahrzeug zu kassieren. Dazu stellten sie folgende Szene dar: Ein Auto wird zum Verwerter gebracht. Dieser gibt dem Halter einen Verwertungsnachweis. Damit geht der Halter zur Zulassungsstelle und meldet den Wagen ab. Allerdings bekommt er von der Zulassungsstelle seinen KFZ Brief und seinen KFZ Schein unverändert zurück. Nun holt er „seinen verwerteten“ Wagen wieder ab und fährt damit zum Beispiel nach Polen, um ihn dort zu verkaufen. Oder (und das hat mich nun wirklich entsetzt): Er meldet den Wagen bei einer anderen Zulassungsstelle in Deutschland wieder an – die Zulassungsstellen würden nicht überprüfen, ob der Wagen irgendwo als verschrottet gemeldet ist – sagt MONITOR.

Dabei sei es so einfach, den KFZ Brief entweder einzubehalten oder ihn ungültig zu stempeln … Das Fernsehmagazin hat diese Szenen mit versteckter Kamera begleitet und konnte so zumindet den Eindruck erwecken, dass diese Betrügerein durchaus und ohne weiteren Aufwand möglich seien.

Ein aktueller Fernsehbericht.

In Deutschland sind die Autos alle.

Zumindest was den Citroen C1 angeht. Die nächste – realistisch – lieferbare Charge den von mir ausgesuchten 5-Türers  kommt erst im März. Die Wagen, die bis vor kurzem als kurzfristig verfügnoch in unüberschaubarer Menge im Citroen Bestellsystem standen, sind alle von irgendwelchen Händler aufgekauft worden.

Soll heißen: Der von mir ausgesuchte Wagen ist weg und den Kaufvertrag, den ich heute gedachte zu unterschreiben, wird es nicht geben. Das ist mir doch etwas zu unsicher. In meinem Fall wären die 2500€ die Anzahlung gewesen – und ohne die Abwrack-Prämie kann ich diese Anzahlung nicht aufbringen. Sollten die Abwrackmittel dann ausgeschöpft sein, wenn „mein“ Wagen irgendwann im März käme, hätte ich ein 2500 Euro großes Problem. UND ich hätte keinen Golf mehr – weil den müsste ich zum Beantragen ja verschrotten lassen …

Unter diesen Eindrücken nehme ich alles zurück, was ich je über das Ausreichen der Abrackprämie gesagt habe.

edit: Und es kommt noch besser … Auch bei mobile.de sind von den ehemals über 500 Wagen nur noch 10 da – und diese sind jetzt bis zu 1500 € teurer als vorher — das kann doch alles nicht war sein.

Die Abwrackprämie als „Förderprogramm für die organisierte Kriminalität“?

Heute abend um 22.00 Uhr läuft in der ARD das Magazin Monitor. Es sei Beitrag geplant, der darlege, dass es ein Leichtes sei, für ein Altfahrzeug einen offiziellen Verwertungsnachweis zu erhalten und dieses Altfahrzeug dann dennoch  zu verkaufen und sogar wieder neu anzumelden und dennoch alle notwendigen Papiere für die Abwrackprämie vorzuweisen.

Na klar. Wo es etwas zu holen gibt, ist auch die kriminelle Energie – sich mehr zu holen, als einem zugedacht war – nicht weit.

Aber wer verkauft denn einen Neuwagen sofort wieder? Wenn ich mich nicht irre, dann ist der Wertverlust eines Autos direkt mit der Zulassung schon so stark, dass sich der ganze Aufwand gar nicht mehr rechnen kann.

Oder denke ich da zu naiv?

Danke @PruegelKnabe aus den Kommentaren, für diesen Hinweis.

Quelle: Presseportal.de

Ein realistischer Medienbericht zur Abwrackprämie.

Das ist der erste Medienbericht zur Abwrackprämie, den ich persönlich für weitesgehend glaubhaft und nachvollziebar halte. Die Badische Zeitung (ja, habe ich vorher auch noch nie gehört – macht aber nichts) hat eine Umfrage unter Autohändlern und Verwertungsbetrieben durchgeführt und die Ergebnisse bzw. Meinungen gegenüber gestellt.

Da liest das dann doch so, dass es durchaus geteilte Ansichten zur Umweltprämie gibt. Und außerdem muss ich aus meinem Einschätzungsversuch wohl alle sogenannten Premiumhändler herausrechnen. Denn bislang haben diese in jedem Interview beton, dass es für ihr Klientel keinen Anreiz gibt, die Umweltprämie in Anspruch zu nehmen.

Den Artikel der Badischen Zeitung findet man hier.