Archive for Januar, 2009

Tagesfunde vom 15.01.09 Selbstvermarktung, TV Tipps, Autoren online, was bring uns 2009, Stephenie Meyer als Nachfolgerin von J.K. Rowling

Glatt. Eisesglätte und ein Verkehrsfunk der das Ende aller Buslinien in meinem Heimatbezirk verkündetet. Wenn ein Tag so beginnt, kann eigentlich nichts mehr daraus werden. Und so kam es auch. Daher heute nur die Literatur-Links ohne alles:

  • Selbstvermarktung für AutorInnen.
  • Heute abend, 22:40 Uhr in ARTE: Romane made in New York. (via)
  • Web 2.0 für Leser und Autoren – Teil 8
  • TV Tipp: LITERATUR IM FOYER mit Thea Dorn (Freitag, 16. Januar um Mitternacht im SWR Fernsehen Wiederholung am Sonntag, 8. Februar um 10.15 Uhr in 3sat)  (die jeweils gesendete Folge gibt es auch noch fünf Tage nach der Ausstrahlung als Video zu sehen).
  • mal abgesehen von der gnadenlos dämliche Überschrift, ein durchaus interessanter Artikel im SpOn. Was bringt uns der Buchmarkt 2009.
  • The next JK Rowling? Stephenie Meyer..

Opas Bilderkiste. Ein Quell voller Fragen und Inspiration.

junge_soldaten_im_kabuff

Ich habe eine Kiste voller alter Bilder geerbt. Neben vielen Familienbildern befanden sich auch einige Fotos aus Kriegszeiten darunter. Größtenteils ungelenke Schnappschüsse, unscharf und mit seltsamen Bildauschnitten. Aber gerade deswegen erzählen viele dieser Bilder ihre eigene Geschichte. Ich habe sie eingescannt und auf den dadurch entstandenen Vergrößerungen findet man plötzlich und unerwartet so viele spannende Details. Stunden habe ich damit zugebracht. Hauptsächlich mit anschauen. Das Bild über diesem Text ist nur ein Beispiel. Ich habe keine Ahnung, wer das auf dem Foto ist. Aber diese beiden jungen Soldaten haben es mir irgendwie angetan. Was ist aus ihnen geworden, wer waren sie? Was haben sie am Tag der Aufnahme noch vor sich gehabt? Allein aus diesem Foto könnte ich eine ganze Geschichte machen.

Ungeheuer inspirierend sind diese alten Fotos …

Ich habe einen großen Teil der eingescannten Bilder bei flickr hochgeladen. Falls jemand mal schauen möchte

Tagesfunde am 14.01.09 Heidenreichs Stern, schlafen, Technikafine Autoren, junge Autoren und ein Wettbewerb.

Nachdem gestern die derzeitigen Politikgrößen den kommenden Reichtum meiner Groß-Familie verkündeten habe ich mir erstmal eine schöne Tasse Kaffee im Café gegönnt. Gut – bestellt hatte ich einen Cappuccino und bezahlt habe ich ein Kännchen und das Café war in Wirklichkeit das “Restaurant” im Schwimmbad, in dem ich auf die Ankunft der geduschten gechlorten Kinder wartete. Aber trotzdem. “Aber trotzdem” ist ein netter Satz. Ihm fehlt so viel und dennoch sagt er soviel aus. Der gegönnte Kaffee wärmte von Innen. Und wenn mir die FDP nun keinen Strich durch das Konjunktur-Paket macht, dann kaufe ich mir nächste Woche vielleicht sogar eine eigene Laugenbrezel. Sehr zur Freude meiner Kinder …

Meine gefundenen Literaturlinks für heute:

Katharina Hagena liest im Rahmen der Reihe „Lesezeichen – Literatur live in Berlin-Tegel” aus ihrem Buch „Der Geschmack von Apfelkernen”.

Katharina Hagena liest im Rahmen der Reihe „Lesezeichen – Literatur live in Tegel” aus ihrem Buch „Der Geschmack von Apfelkernen”.

Katharina Hagena, geboren 1967, forscht seit über zehn Jahren zum Werk von James Joyce. Sie erhielt ein Forschungsstipendium der Zürcher James-Joyce-Stiftung und arbeitete als Lektorin am “Trinity College” in Dublin. Heute lehrt sie englische Literatur an der Universität Hamburg.

Datum: Mittwoch, 21. Januar 2009

Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Humboldt-Bibliothek, Karolinenstr. 19, 13507 Berlin, Eintritt: 7,- €

Apple wird ein zentraler ‘Player’ auf dem e-Buchmarkt …

… sagt der Buchmarktforscher Michael Clemen heute im Buchreport. Ich sagte das bereits im letzten Jahr. (via)

Tagesfunde vom 13.01.09 verschwundene Bücher, eindrucksvolle Sätze, endende Krise und Sexualkunde.

Diese Sache mit dem Vater sein hat auch seine lustigen Seiten. Sie besteht – Gott sei Dank – nicht nur aus Mathe üben, sondern auch aus dem Erleben der Ergebnisse des Sexualkundeunterrichts: Mein Sohn hat mich heute aufgeklärt. Er hatte Mühe ernst zu bleiben, was für einen achtjährigen Jungen durchaus nachvollziehbar ist. Aber er wollte es sich nicht nehmen lassen, mir genau zu erklären, wie das mit den Männern und den Frauen nun so ist. Mein kleiner Sohn stand vor mir, gackerte und kicherte und riss sich wieder zusammen. Endlich gelangen ihm zusammenhängende Sätze. “Also, der Mann und die Frau, die müssen so aufeinander sein.” Er zeigte mit seinen Fingern ein Kreuz.  Und was musste ich machen? Ich musste eine Rückfrage stellen. Ganz spontan platz die Frage aus mir heraus. “Wie? So aufeinander? Wie denn?” Plötzlich wurde der Sohn ganz ernst. “Na, so über Kreuz. Egal wie. Hauptsache aufeinander. Wie sie wollen.” Ich gestehe, dass das spontane Ende des Gespräches meine Schuld war. Denn jetzt musste ich prusten … abgeheftet unter: Stellungsratgeber eines Achtjährigen.

Mein Feedreader schweigt sich heute mit interessanten Veröffentlichungen weitgehend aus. Daher sind die Tagesfunde heute nicht sehr zahlreich …

Heute (12.1.9) um 20 Uhr. Livelesung von Heinz Strunk.

Heinz Strunk liest aus seinem “Fleckenteufel” in der Hamburger Zöe-Bar. Der Verlag überträgt die Lesung live ins Internet. Ansehbar zB. hier.

Post-Wochenend-Funde vom 12.01.09 – Wir schreiben deutsch, vergleichen E-Book Reader, freuen uns auf den Bücherfrühling, reden über Palahniuk und rezensieren Bücher. Aber alles erst nach dem Matheüben.

Ein Wochenende vor einer Mathearbeit ist schrecklich. Sicherlich auch für die Kinder, aber in aller erster Linie für die Eltern. Zu mindest, wenn die Kinder so tun, als ob sie noch einen Klassenraum während einer Mathematikstunde von Innen gesehen hätten. Andererseits hat die ganze Aufregung auch etwas für sich. Beim Sport muss ich 10 Minuten auf dem Cardiogerät verbringen, bis mein Puls in Richtung fettverbrennender Höhe tendiert. Beim Matheüben mit drei Kindern geht dies quasi unmittelbar. Spätestens als mein Sohn fragte: “Was ist das für ein Zeichen?” und dabei auf das Pluszeichen deutete, habe ich alle Weihachtsplätzchen und Dominosteinie von den Hüften verbannt. Zur Information: Es ist die dritte Klasse, die er besucht. Aber was soll man machen. Direkt hinter dem Haus lauert der große Rodelberg, es liegt zum ersten Mal seit Jahren wieder richtig Schnee, die Sonne kitzelt durch die Fensterscheibe an der Nase und alle Mathesinne sind von dannen.

Neben dem alle Kreativität lähmenden Matheüben gibt es es natürlich noch die Literatur Welt … Heute gefunden:

Und: Ich habe noch keine Folge des Dschungel-Camps gesehen. Ehrlich.

Tagesfunde vom 09.01.09. Gefühle zeigen, Vorlesen in Zelten und warum es besser ist, immer noch einmal in den Umschlag zu schauen, bevor man ihn wegschickt.

So ein hübsches Datum haben wir heute. So schön symmetrisch. Viel schöner als der graue Himmel und der für Berlin angekündigte Eisregen.

  • Gefühle. Show don´t tell them! Gefühle zu zeigen ist ja für manch einen ohnehin schwierig. Dieses Zeigen dann auch noch mit Schriftsprache darzustellen hat sicherlich schon viele Autoren verzweifeln lassen.  Hinter dem obigen Link verbirgt sich der Versuch einer Hilfestellung.
  • Erlebnis-Tipp: Literatur in mongolischen Jurten. (via)
  • Drum prüfe wer eintütet! (Aus der Reihe: Dinge, die eigentlich gar nicht hätten sein müssen)

Tagesfunde vom 08.01.09: Zuschußverlage, zehn Seiten, TV-Tipp, Hörspiel Höhepunkte und Zuschauerarmut.

Aus der Reihe Literarische Merkwürdigkeiten: Gestern auf Heimweg aus der Anstalt saß mir in der U-Bahn ein Berliner-Zeitung lesender Mitreisender gegenüber. Ich entdeckte in der Zeitung die Überschrift “Autoren gesucht!” und fragte mich, was dies denn wohl zu bedeuten habe. Gut – im Nachhinein betrachtet war diese Frage albern. Denn diese beiden Wörter bedeuten zwangsläufig immer Zuschußverlag. Naiv schaute ich dennoch am Abend in die Internetausgabe der Berliner-Zeitung und fand dort den entsprechenden Artikel. Außerdem fand ich gleich auch noch einen Werbebanner für den im Artikel besprochenen Verlag. So richtig vertrauensvollen Journalismus stelle ich mir anders vor, liebe Berliner-Zeitung. Nebenbei fand ich auch, dass der Verleger dieses Verlages ein im online Bereich recht umtriebiger Geselle ist, den ich bislang gar nicht mit Zuschußverlagen in Verbindung brachte und ich ärgerte mich über meine gleich doppelte Naivität.

Was heute sonst noch war und wird: