Archive for Januar, 2009

Tagesfunde vom 29.01.2009

Das war ganz kurz und knapp heute. Aber ebenso sieht es mit meiner freien Zeit aus. Insofern: Mein Literaturblog als Spiegel meiner selbst ;)

Tagesfunde vom 26.01.09 – Nebel, Hörer, Hasser, Größer, Zeitmanager, Beobachter, Entdecker, Schreiber, Interviewer

Wenn ich den Radiosprecher von gefrierendem Nebel reden höre, dann bekomme ich immer Gänsehaut. Ganz abgesehen davon, dass ich mir früher immer vorgestellt habe, dass gefrorener Nebel sozusagen feste Luft (also eine Eiswand) sein müsste, habe ich mittlerweile genügend Lebenserfahrung, um zu wissen, dass gefrierender Nebel noch wesentlich unangenehmere Kriecheigenschaften hat als Standard-Nebel. Wetter hat die schlechte Eigenschaft, unausweichlich zu sein. Ich muss es hinnehmen und kann nichts daran ändern. Ähnlich dem Kantinen-Speiseplan in der Anstalt. Den kann ich höchstens ignorieren.

Nicht ignorieren solltet ihr die spannenden Literatur-Linkfunde aus den letzten Tage …

  • Ich vergesse diese Seite regelmäßig. Daher halte ich sie hier einmal fest. Auf vorleser.net gibt viel zu entdecken. Unter Anderem auch kostenlose Hörbücher zum download.
  • Dichter hassen besser.” titelt die FAZ. Das stimmt sicher. Im Allgemeinen hassen Kreative Menschen besser.
  • Wo ist eigentlich die Trennlinie zwischen trivialer und großer Literatur? fragt Jutta. Ganz einfach: Bei den Verkaufszahlen, würde ich spontan antworten …
  • Der vierte Teil der Zeitmanagement-Reihe.
  • Absonderlichkeiten lassen Figuren leben. Da kommen solche Studien und Beobachtungen wie gerufen.
  • Die FAZ über 1959. Das Jahr, in dem “die Bundesrepublik Deutschland ästhetisch „das Klassenziel der Weltkultur erreichte“.
  • Autoren entdecken und erleben 2.0
  • Frauen schreiben über Sex und sind erfolgreich damit. Verdammt erfolgreich. Oder erfolgreich verdammt?
  • Bei Colum McCann daheim. Ich finde solche Interviews ungeheuer inspirierend. Unerklärlicherweise.

Mein Diktattext.

Auch wenn ich immer noch zum Verlesen der Texte gekommen bin (ja, ich schäme mich …), so will ich Euch doch nicht meinen Diktattext vorenthalten.

(Rahmenbedingung für meinen Text war, dass man ihn drei Kindern innerhalb einer angemessenen Zeit diktieren und korrigieren können muss. Daher fiel er etwsa kürzer aus.)

Heute im Wald.

Das Feuer brennt. Die Kräuterhexe tanzt im Kreis herum. Im Wald ist es ziemlich unheimlich. Es ist ruhig, bis plötzlich eine Eule schreit. Da pfeift die Hexe erschrocken auf ihrer Pfeife. Sofort kommen viele Leute in den Wald. Sogar in einem Boot, das wie eine Muschel aussieht kamen ein paar Menschen. „Also ehrlich. Jetzt ist es bestimmt nicht mehr gefährlich. Ich freue mich riesig”, sagt die Hexe glücklich. „So ein Feuer ist tatsächlich spannend”, sagt der kleine Peter. Laura antwortet: „Ich finde es auch toll. Viel günstiger als Kino.” Diese Geschichte muss jetzt schließen. Wenn sie nicht schön war, bin ich schuldig.

Lernwörter:
Feuer, Kräuter, heute, Leute, Eule, günstig, ehrlich, schuldig, glücklich, unheimlich, gefährlich, tatsächlich, ruhig, ziemlich, toll, riesig, spannend, sofort, plötzlich, Boot, Pfeife, tanzen, schließen, Muschel

Ich sollte weniger lesen und mehr schreiben.

Ich sollte weniger lesen und mehr schreiben.

Wie wahr. Darf ich mir das als Jahresmotto ausborgen? Danke.

Tages-Tipp: Heute. Lesung in der Humboldt-Bücherei in Berlin Tegel.

Am Mittwoch, dem 21.1.2009 (also HEUTE) um 19.30 h in der Humboldt-Bibliothek liest Katharina Hagena aus ihrem Bestseller: “Der Geschmack von Apfelkernen”.

Eine erfahrene Leserin urteilt so über dieses Buch:

Was mich an diesem Buch besonders beeindruckt hat ist seine Nachhaltigkeit. Es kommt ganz klein und leicht daher – und dann setzt es sich im Hinterkopf fest und beschäftigt einen weiter. Ein Kunststück der besonderen Art.

Ich werde es leider nicht schaffe, dort hinzugehen. Mein Platz bleibt also frei :)

Tagesfunde vom 21.01.09 Wir klären, was Feedreader sind, wie man verdichtete Details beschreibt, lernen flüssige Redewendungen und das Herr Kehlmann allgegenwärtig ist.

  • Herr Weitz erklärt, was ein Feedreader ist. Ich habe übrigens auch einen Feed anzubieten :)
  • Der Vampir von Ropraz – “Wo andere Schriftsteller seitenweise atmosphärische Details brauchen, reicht bei Jacques Chessex meist nur ein Nebensatz, um Welten entstehen zu lassen.” – das klingt raffiniert.
  • Weiter geht es in der Kehlmannisierung der Links: Kehlmann liest im Berliner Ensemble.
  • “Rotz und Wasser heulen” mit flüssig formulierten Redewendungen

Die Siegerehrung meiner kleinen Schreibaufgabe und die Veröffentlichung meines Diktattextes müssen übrigens noch ein paar Stunden warten. Das wird aber nachgereicht. Versprochen.

Tagesfunde vom 20.01.09. Von Gefühlen, Zeit, Poes, Krimiköpfen, Literaturfestivals, Schottland, Fantasy, Kaffee und Kehlmanns Kniffen

Da war das Wochenende gefühlt schneller vorbei, als ich es mir vorgestellt hatte. Wirklich erholsam war es gefühlt auch nicht. Und heute früh war es gefühlt sehr kalt. Aber so ist das mit dem Fühlen. Es ist halt nur gefühlt. Und bevor ich endlose Sinnfreie abgleite, hier die Literaturlinks der letzten Tage:

  • POE – von Von sprechenden Raben und mordenden Affen.
  • Zeitmanagement für Schriftsteller – Teil 3
  • Überzeugungstäterin Susanne Mischke -  aus der Reihe Norddeutsche Krimiköpfe
  • Eine neues Literaturfestival in Hamburg.
  • Schottland? Charlotte Link? Bestsellerliste! Normaler Weise landen Bücher mit dem setting Schottland sehr, sehr schnell in meinem Einkaufskorb. Aber ein Buch, das auf Anhieb auf Platz 2 der Bestsellerliste rauscht? Soll ich?
  • Russische Fantasynachfolger von Rowling & Co.
  • Kaffee.Satz.Lesen #55 am kommenden Sonntag.
  • Heute ist Verlinktag für die Banalmedien. Wieder Kehlmann. Fünf Kniffe, die Ruhm besonders machen?
  • Wer war Edgar Allen Poe? Meiner Meinung nach bestimmt jemand der, wenn er in der heutigen Zeit gelebt hätte, ein blog gehabt hätte und in fünf Jahren in Vergessenheit geraten wäre. GSD lebte er von uns!

Im Radio wird gerade davon gesprochen, dass ein gewisser HEILSBRINGER heute als Präsident von Amerika vereidigt wird. Mal abgesehen von der mehr als ungenauen Landesbezeichnung … HEILSBRINGER? Ich bin ja auch gerührt und so. Aber DAS finde ich doch mehr als übertrieben …

Schreibaufgabe.

Ich lerne wieder mit den Kindern. Diesmal sind es Lernwörter für ein demnächst anstehendes Diktat. Frau Lehrerin hat die Wörter vorgegeben. Damit das Üben für die Kinder für mich nicht ganz so dröge ist, habe ich aus den Wörtern eine Geschichte gebastelt. Ich fand das für einen Sonntag-Mittag extrem kreativ und rufe hiermit zum Lernwörter-Geschichts-Bastel-Wettbewerb auf.

Folgende Wörter sollen zu einer Geschichte verbunden werden:

Feuer, Kräuter, heute, Leute, Eule, günstig, ehrlich, schuldig, glücklich, unheimlich, gefährlich, tatsächlich, ruhig, ziemlich, toll, riesig, spannend, sofort, plötzlich, Boot, Pfeife, tanzen, schließen, Muschel.

Die Reihenfolge ist egal. Natürlich dürfen die Wörter (falls lt. Duden zulässig) gebeugt, dekliniert und meinetwegen sogar gedingsbumst werden.

Geschichten gerne in euer blog und hier her verlinkt, oder aber direkt in die Kommentare. Ich küre mit der versammelten und unbestechlichen Drillingsjury dann die beste Geschichte.

Meine Bastel-Geschichte veröffentliche ich hier am Dienstag. Viel Vergnügen.

Ein neues Auto?

Ein kleiner Themensprung:

Frau Merkel Die Regierung hat mit dem zweiten Konjunkturpaket beschlossen, dass meine Kinder eine enorme Schuldenlast zu tragen haben (wenn sie denn jemals Mathe kapieren sollten und einen Beruf haben werden). Unter anderem soll es eine sogenannte Abwrackprämie für das Verschrotten alter Autos geben.

Ich habe beschlossen – wenn meine Kinder die Suppe schon ausbaden müssen  – das wir auch etwas von diesem K-Paket haben sollen und mich auf die Suche nach einem neuen Auto gemacht. Mein Golf ist jetzt 18 Jahre alt, braucht 14 Liter Benzin und ist im Allgemeinen nicht mehr der Fitteste. Was ich nach nur zwei Tagen Suche bereits erlebt habe, reicht mir schon wieder für zwei Monate. Daher habe ich vor, die Suche zu dokumentieren. Rein zur Entlastung meiner Psycho und zur Eurer/Ihrer Unterhaltung. Eigens für diesen Zweck gibt es seit gerade eben (tatatata!) DAS ABWRACKblog. Und zwar hier.

Das Ganze muss optisch natürlich noch ein wenig aufgehübscht werden – aber das wird schon. Drillingsväter haben ja tendenziell eher zuviel Zeit ;)

Tagesfunde am 16.01.09: Abwrackprämiennutzer, Ganz viel Kehlmann, Bibliotheken ohne Mitarbeiter und Gantenbergs Lesereise.

Freitag? Schon wieder? War nicht gerade noch … ach egal. Immerhin folgt nach dem Wochen-Endtag ein Wochenendtag. Das lässt hoffen. Ich habe da ein paar unerledigte Sachen, die für einen weiteren Aufschub schon einer gewieften Begründung bedürften.

Derzeit versuche ich herauszufinden, welchem Autohersteller ich die 2500 Merkel Euro Abwrackprämie weiterreichen darf*. Nachdem mich mein fast 18 Jahre alter Golf nun mehrfach aus- und eingesperrt hat und überhaupt allerlei Wehwehchen und einen exorbitant hohen Spritverbrauch (>13l) hat, könnte diese Prämie eine willkommene Gelegenheit sein. Und wenn meine Kinder schon unserer Schuldenberg abtragen müssen, dann sollen sie wenigstens etwas davon haben (immerhin bringe ich sie mit dem Wagen zur Schule).

Im Literatur-Umfeld heute gefunden:

  • Lesereise: Michael Gantenberg erzählt in seinem Roman “Neu- Erscheinung” die unverschämt lustige Geschichte um einen unglaublichen Fortsetzungsroman, der eine glückliche Ehe und eine gläubige Kleinstadt durcheinanderwirbelt. Der Autor ist mit Bastian Pastewka auf Lesereise. Buchpremiere ist am 1. Februar 2009 in Soest, dann folgen Hamburg (3.2.), Berlin (5.2.), Wuppertal (8.2.), Bonn (9.2.), Köln (10.2.) und Düsseldorf (11.2.).
  • Schweden plant Bibliotheken ohne Bibliothekare und wenn dann eines Tages noch die eBooks dazugekommen, stirbt ein ganzer Berufszweig.
  • Publikumserlage im Web 2.0
  • Es ist anscheinend gerade Daniel Kehlmann Woche. Überall nur noch Kehlmann. Müsste ich den mal lesen?

* es ist schon seltsam, wie unterschiedlich sich Autoverkäufer benehmen. Vielleicht sollte ich einen Ratgeber schreiben. Arbeitstitel: Autokauf für Drillingsväter (und andere Geschlagene) leicht gemacht.