Archive for Oktober 22, 2008

Das Buch. Die Messe. Im digitalen. Zeit. Alter!

Im Moment scheint die digitale Verbreitung von Literatur ein brandaktuelles Thema zu sein. Allüberall wird philosphiert, schwadroniert und kolportiert.

Auch wenn man sich bei spreeblick im Titel und in der URL nicht ganz so einig ist, ob es das Buch oder gar die ganze Buchmesse im digitalen Zeitalter ist, geht es auch dort hin und her zwischen umsonst, gratis und doch irgendwie bezahlten Büchern. Notfalls könnten Ersatzleistungen wie Service am Kunden für das Ein- und Auskommen der Verlage sorgen.

Vielleicht ist es wie mit Schallplatten. Nur weil man den Inhalt auch ganz leicht digital abbilden kann, ist das Erlebnis noch immer nicht dasselbe.

Ein Buch ist ein Buch, ist ein Buch, ist ein Buch.

Gebrauchte Bücher verkaufen.

Auf lesereins.de lese ich einen Kurztest über momox-books.de.

Ich persönlich habe die Angewohnheit, mich nur schwer von Büchern zu trennen (gut – genau genommen, trenne ich mich gar nicht, solange mir kein unmittelbarer Zwang droht) . Aber die Idee eines Alternativverkaufportals (Scrabblewert des letzten Wortes geschätzte 712 Punkte) finde ich gut. Allgemein bekannte Gebrauchtbücherverkaufsplätze (SW: 888 P.)  sind in der Tat nur ebay und amazon (Ergebniss einer Schnellumfrage im Bekanntenkreis). Da kann ein zusätzlicher Anbieter nicht schaden.

Vielleicht finden sich ja noch mehr Erfahrungen zu diesem Thema.

Die sterbende Lesekultur in der Post-Harry-Potter-Ära.

Unter dem Titel <<Gutenbergs Zombies>> veröffentlicht die Zeit ein Interview mit der Leseforscherin Bettina Hurrelmann.

Die Einstiegsfrage lautet <<Wann stirbt das Buch denn nun?>>.  Da ich mich das auch schon seit Jahren frage, fand ich den Einstieg in dieses Interview spannend.

Ich für meinen Teil glaube ja fest daran, dass das Buch niemals sterben wird. Im Gegenteil, es wird immer der Rückzugsort für Menschen bleiben, die einfach mal ein paar technik-ruhige Stunden verbringen wollen. Je mehr man im Digitalen lebt, desto eher genießt man ein paar analoge Stunden. Bei dem einen setzt dieses Verhalten früher ein, bei dem anderen eher später.

Irgendwann sitzen wir alle wieder im Ohrensessel.